Kurz nach seinem vierten Geburtstag verstarb #mybloglog

… genauer gesagt, verstarb mein Account bei mybloglog, der schon seit einer Weile ungenutzt in den Yahoo!-Datenbanken sein Untotes digitales Leben fristete. MyBlogLog war ein Dienst, der meiner Wahrnehmung nach schnell ein Spam-Problem hatte, und mit anderen guten Idee, wie Co-Comment nun den Weg allen digitalen gegangen ist, wie mir Yahoo! in einer E-Mail heute mitteilte: Continue reading “Kurz nach seinem vierten Geburtstag verstarb #mybloglog”

Workshop-Moderation und Visualisierung

Wer einen Workshop plant, für ein Produkt, ein Team-Event oder so, der möge sich auf der Suche nach einer Moderatorin für diese Veranstaltung an meine Empfehlung erinnern: Anna Lena Schiller

Diese Dame ist nicht nur sehr sympathisch, sondern vermag es, einen Workshop zu steuern und zu moderieren, ohne autoritär werden zu müssen. Man merkt das kaum, dass man nach ihrer Pfeife, oder besser Edding tanzt. Nicht zuletzt wegen ihrer musikalischen Ausbildung ist sie in der Lage, komplexe Zusammenhänge in einer kreativen Form zu manifestieren, die man gerne und immer wieder sich vornehmen kann, auch wenn der Workshop gelaufen ist
– und das ist, seien wir ehrlich, doch die größte Kunst, das Angewendete in den Alltag zu übernehmen.

Flightradar24 – Flugradar für Jedermann

Ich frage mich manchmal, wenn ich bei Flügen aus dem Fenster schaue und drüben im Himmel etwas silbern blitzt, ich es dann als weiteres Flugzeug erkenne, wohin denn diese Menschen dort in dieser kleinen Röhre, fliegend unterwegs sind? Wo sie herkommen, wohin sie wollen.

Nun kann ich mir den Himmel über Europa, über meinem Hamburg, bis rüber nach Kopenhagen, selber anschauen. Menschen und Maschinen beim Heimflug zusehen. Mit einem Glas Rotwein in der Hand.

Zeitenwende: Gelbe Seiten im Bus vs Iphone-App

Selten habe ich den Medienwandel so glasklar vors Auge geführt bekommen, wie gestern im Metrobus 3, auf dem Weg vom Schanzenviertel in die Innenstadt (Endstation wäre die Hafencity). “Wo gibts denn sowas?” – lese ich auf einer Werbung, die sich dann als Reklame der Gelben Seiten darstellt. Das ist der Schinken, den man früher mit den Telefonbüchern (A-K und L-Z) von der Post nach Hause geschleppt hat. Meine Bandscheibe erinnert sich da noch lebhaft dran. Continue reading “Zeitenwende: Gelbe Seiten im Bus vs Iphone-App”

Open – Schutz der Privatheit in Zeiten von Facebook und Google

“Wir sind die Einwanderer von Digitalien”

Facebook und Google sammeln alles, was wir ihnen vorwerfen und wir werfen ihnen vor, dass sie es speichern und nutzen. Dabei ist das Ausnutzen von Dingen, die einem jemand anvertraut eine allgemein gebilligte Handlung in einigen Gegenden der Welt.

Der einzige wirksame Schutz dagegen ist wohl weniger das Verschließen, sondern das Verschlüsseln, das Verwirren und Vorgaukeln. Das kann sogar viel Spaß machen, sich online eine eigene Identität zuzulegen. Ich bereue ja schon lange, dass ich mir damals keinen “Don” erfunden habe, dabei ist das Finden eines überspitzten digitalen Ichs so spaßig einfach … Continue reading “Open – Schutz der Privatheit in Zeiten von Facebook und Google”

Schirrmacher die schweigende Zitrone

Es war eine gelbe Zitrone,
Die lag unter einer Kanone,
Und deshalb bildete sie sich ein,
Eine Kanonenkugel zu sein.
Der Kanonier im ersten Glied,
bemerkte aber den Unterschied.

/Ring2lnatz

»Wenn ich das Reden verweigere, kann ich kaum der Sprache zum Vorwurf machen, dass niemand meine Gedanken zur Kenntnis nimmt.«
… und:
»Das ist der kurze Abschied vom langen Weg durch die Instanzen: Agenda-Setting ohne Lobbyarbeit, ohne Parteistrukturen und weitgehend ohne die Macht der etablierten Medien. Da kann man schon mal ein wenig überfordert sein, nicht wahr Herr Schirrmacher?«
… das sind meine Zitate der Woche.

Paid Content Debatte – Werbefreiheit und Lesekomfort als Premiumdienst?

Jedes Mal, wenn ich auf einen Artikel bei der Website der Financial Times Deutschland verwiesen werde, wie eben von @zeitonline, dann denke ich folgendes: “Wenn ich regelmäßiger Leser dieser Postille wäre, würde ich glatt fünf Euro im Monat zahlen, um alle Artikel gleich werbefrei und in einer leserfreundlichen Version zu sehen” – Nun muss ich noch den Klick auf die Druckansicht abwarten, bis ich den Artikel lesen kann.

(Die ftd ist ein willkürliches Beispiel, der Gedanke kommt mir immer öfter, außer bei zeit.de übrigens, die sind so lesefreundlich, dass ich mir schon Gedanken über die Wirksamkeit der Ads mache – komisch nicht?)

Managing the Hype

Die digitalen Kommunikationsinstrumente verändern die Art, wie wir leben, wie wir miteinander umgehen, wie wir Geschäfte machen und wie wir uns austauschen.
-Peter Glaser-

the social circle of attentionDas social web wächst und strebt auseinander. War die Blogosphäre im Jahre 2005 zwar ein vernetztes Universum, so war doch der Ort des Inhaltes, seine digitale Heimat meist klar auszumachen. Heute kommentieren meine Leser meine Beiträge dort, wo sie sie erreichen. Bei Facebook, Flickr oder Twitter. Sogar in der Sphäre originärer Aggregationsdienste, wie friendfeed oder neuerdings posterous.com entstehen Kleinstdiskussionen, die dann teilweise wieder in andere social networks zurückschwappen. Ein hin-und-her-wogen von Reaktionen und Ergänzungen macht dann für den Autoren das Ganze schnell unübersichtlich. Continue reading “Managing the Hype”

Facebook & Co.: Sterben als Geschäftsmodell

D Sharon Pruitt

Ich halte es nach wie vor, für ein durchaus mögliches Szenario, dass Anfang 2011* die halbe Menschheit ihre digitale Existenz verliert, weil nacheinander Twitter, Facebook, StudiVZ und Co. über die Wupper gehen.

(*der Zeitpunkt ist beliebig gewählt)

Dichtmachen können nämlich nicht nur Versandhäuser. Es muss nur einer nach dem Ausbleiben eines tragfähigen Geschäftsmodells fragen, dessen Äußerungen (anders als meine bspw.) auf den Finanzmärkten Panik auslösen können. Und weit hergeholt erscheint die Frage ja nun nicht, angesichts der burn-rate, die große internationale social networks derzeit an den Tag legen.

Lustigerweise könnte gerade ein solcher Kollaps zu eben diesem verhelfen, dem Geschäftsmodell. Würde Facebook bspw. denn dereinst ankündigen, den Dienst einzustellen, wären doch sicher mehr als 40% der Nutzer bereit, für die Rettung ihres digitalen Gedächtnisses zu bezahlen. Da bin ich mir fast sicher. So ein Modell würde möglicherweise dazu führen, dass web 2.0-Plattformen zu den erfolgreichen Modellen von 2004 zurückkehren, wie sie flickr oder XING vorgelebt haben. Das Geschäftsmodell Premiumdienst erlebte eine neue Blüte. Jeder verstünde doch, dass ein weitere digitale Krise nur abzuwenden wäre, wenn man für die komfortable Verwaltung des “digitalen Ich” eine Gebühr bezahlte.

p.s.: die Stümperhaftigkeit mit der Facebook potenzielle Werbekunden behandelt ;), bestärkt mich nämlich in dieser Ansicht. Ich muss noch erwähnen, dass ich mit Daniela teilen müsste, sollte Facebook dieses Modell übernehmen und mir eine Provision zahlen wollen – diese Thesen entstammen nämlich einem netten Plausch auf dem Hamburger Gänsemarkt und sind hochgradig hypothetisch.

Das Ende der Macht

Centaur-Schiete

Mächtig wölben sich die Muskeln dieses beeindruckenden Zentauren nach außen, angespannt im ewigen Kampf mit seinem Rivalen um den süßen Fisch. Die Perspektive irrt nicht, man muss weit nach oben schauen, will man sie betrachten.

Und doch werden sie neuerdings angeschissen. Und können es nicht verhindern mit all ihrer Macht, dass ihnen gewöhnliche Tauben auf den kräftigen und mächtigen Arm machen. Bis er irgendwann abfällt.

Dieser Centaur steht im Stuhlmannbrunnen am Altonaer Bahnhof:
Der Stuhlmannbrunnen im Hamburger Bezirk Altona (bis 1938 selbständige Stadt Altona/Elbe) ist eine imposante, mehrfigurige Brunnenanlage mit Wasserspiel (eingeweiht an Pfingsten 1900); er steht heute auf dem Platz der Republik, der zentralen Grünanlage zwischen Rathaus, Museum und Bahnhof Altonas.

zoomer.de geht offline – überlasst es doch einfach euren Usern

zoomer.de wird eingestellt – ein gutes Jahr nach seinem Start wird ein ambitioniertes Projekt beendet. Unser Portal geht Ende Februar offline.

… lautet das wenig schmuck- und schonungslose Excerpt einer Meldung in eigener Sache. Viele Kritiker werden sich dagegen bestätigt fühlen.

Auch, wenn ich mich damals wohl irrte, als ich zoomer zum Schmetterling wünschte, stehe ich der Idee hinter zoomer.de immer noch positiv gegenüber. Egal von wem initiiert, finde ich Experimente in Richtung User-einbeziehenden Journalismus wünschenswert, auch wenn man sie immer auch besser machen könnte.

Mich irritiert da etwas anderes. Warum überlässt man das Portal nicht seinen Nutzern? Wenn der kurze verlegerische Atem verbraucht ist, könnte sich zoomer.de doch mit einem Verlagsangestellten, quasi als User-Vorsitzendem weiterführen lassen, das Experiment sozusagen in eine weitere Phase sich begeben. Continue reading “zoomer.de geht offline – überlasst es doch einfach euren Usern”

Zoomer – vom Experiment zum Schmetterling?

zoomer.de, zoomer, raupe, verpuppenEigentlich gibt es für experimentelle Formate nur drei Formen, die sie nach dem Welpenschutz, dem Zauber des Neuen, annehmen können. Sie sterben meist oder werden zu Kunst (erklärt).

Ganz selten sind sie schon so schnell groß und eigenständig geworden, dass sie alleine fliegen können. Und manchmal werden ihre wichtigsten Formateigenschaften Teil von etwas größerem.

Das ist gestern mit Zoomer passiert. Meiner Wahrnehmung nach, das einzige Verlags-Experiment in Deutschland, dass den Zugang zu Nachrichten neu organisieren wollte. Und es ist imho ein Erfolg, wenn Teile dieses Formates und seiner experimentellen Redaktion, samt Know-how “wie es nicht geht” nun eine konsolidierte Online-Strategie mitgestalten können, gerne unter dem Banner der Zeit. Continue reading “Zoomer – vom Experiment zum Schmetterling?”

Soylent Lifestream

soylentgreen nah

Es sind zwei Filme, die ich aus den 1970ern noch lebhaft in Erinnerung habe, aus der Reihe der vielen Weltuntergang-B-Movies. Logan’s Run (der deutsche Titel fällt mir gerade nicht ein) und Soylent Green, auf deutsch so hinreißend übersetzt mit “2022, die überleben wollen”.

Heute morgen hatte ich einen Traum, gerade in der Phase, wo man meint schon wach zu sein, sind Albträume ja besonders gemein. Ich sah auf eine kunstvoll ikonisierte Packung Medikamente, von denen ich gerade eine Pille geschluckt hatte. Weswegen weiß ich nicht mehr. Continue reading “Soylent Lifestream”

Tagesthemen Hyperstream – nicht linear fernsehen

Tagesthemen interaktiv heißt das neue Format, das so offiziell nach Kritik ruft.

Heute möchte ich Sie zu einem Test einladen. … Wir haben eine Ausgabe der Tagesthemen produziert, bei der die Nutzer selbst bestimmen können, wie viel Hintergrundinformationen sie haben möchten. Und dazu würde ich gerne Ihre Meinung hören.

Die Idee, Videos nicht linear, das heißt nacheinander in einem festgelegten Schema -Sendung genannt ;) – anzuordnen, finde ich prima. Seit über 10 Jahre beschäftige ich mich mit der Thematik, genauer seit wir bei meiner alten Firma MME einen Clickdummy für die Bertelsmann Broadband Group entwickelten. (kann sich an die noch jemand die erinnern? :) Continue reading “Tagesthemen Hyperstream – nicht linear fernsehen”

Au Backe “Kelly Fornia” – offizielle Botschafterin der CeBIT 2009

Liebe Kelly,

das ist ja eine famose Idee, Deine Reise in das Partnerland der nächstjährigen Cebit 2009 mit so einer putzigen PR-Idee zu verbinden. Neuigkeiten aus Kalifornien, ja das Mutterland von Hirn- und anderen Schönheitschirurgen, famosen Hinrichtungen und dem Web 2.0, da gibt es ja so gut, wie keine Infos. Fast wie aus Nordkorea.

So wie Nordkorea gegenüber dem Rest der Welt allerdings, so verhältst Du Dich in Zeiten des Web 2.0.
Oder weswegen möchtest Du, dass ich mich einlogge, bevor ich Deine sicher vorzüglichen Berichte lesen kann?

Woher hast Du eigentlich meine E-Mail-Adresse. Oder heißt Du am Ende Tanja?
(Leute wie Dich auch Anja zu nennen, verbietet mir mein Respekt meiner Kollegin gegenüber)

ADC: “leading brands in digital war times”

Jump you fuckersEs waren viele bemerkenswerte Aspekte, an diesem ersten Kongress des Art Directors Club Deutschland (ADC BIC) zum Thema Markenführung, insbesondere kreativer, im digitalen Zeitalter, die sich näher anzusehen lohnen würde.

Einen langen und gut organisierten Tag lang, wurde im Umspannwerk in Berlin über die Herausforderungen gesprochen, die das Web 2.0 für Marken und kreative Markenkommunikation mit sich bringt. Stimmungsfetzen habe ich mit 2-3 anderen Bloggern zusammen per twitter diskutiert (von denen übrigens keiner im Saal Notiz genommen hat. Das nur so nebenbei) – hier vier davon ausführlicher:
Continue reading “ADC: “leading brands in digital war times””

St. Pauli und das Dilemma des Web 2.0

Sorry liebe Leute von sixgroups. Aber eine Community, die nur Feeds nach dem Keyword “St. Pauli” sammelt und deren letzte wirkliche Disk …

wollte ich mich dort drüben auslassen, bei der sixgroups Community für St. Pauli-Fans. Da gibts aber nur 140 Zeichen und mein Rant ist länger und bedeutend tiefer sitzend.

Was ist denn das für eine Community, die als erste Seite lediglich Feeds nach dem Stichwort “St. Pauli” leer lutscht, dann noch nicht einmal sich die Mühe gibt, auf die Urheber zu verweisen, wenn sie Videos einbindet? Sowas. Die letzten Diskussionen, die nicht vom Moderator (m. W. einem MA von sixgroups) initiiert sind liegen Monate zurück.

Das ist tot, von Web 2.0 keine Spur, sieht nur so aus. In Deutschland sind wir von lebendigen Diskussionen über Plattformen hinweg (Blog»Twitter»friendfeed»facebook) noch meilenweit entfernt.

Vielleicht auich deswegen, weil bspw. die St. Pauli-Fans sich in ihrem tollen verstaubten Forum und den Mailinglisten der netpirates, ihren eigenen Blogs und Twitter-Diskussionen sehr wohl fühlen.

Lebendig sein heisst das Geheimnis von Web 2.0!

N24 Debatte 2.0 – ein komplementäres Fernsehformat

N24 DebatteDiesen Termin (heute, 23:30, N24) streiche ich mir rot an im Kalender. Nicht nur, weil es Kollegen sind, die da bei N24/myvideo die Premiere von “Debatte 2.0” feiern, – einem Online-Fernsehformat, bei dem myvideo-Nutzer Günter Beckstein in videoform Fragen stellen können, die dann der bayrische Ministerpräsident on air beantwortet – sondern weil ich mich schon bald seit 10 Jahren mit digitalen Fernsehkonzepten beschäftige und mich über jeden Versuch freue, hypertextuelle online Medien und Broadcast zu verknüpfen.

Das wurde dann in der Vergangenheit oft “Konvergenz” genannt, so, wie es heute das Label “2.0” bekommt, obwohl es formal eher komplementäre Formate sind. Einerlei und immerhin, online und TV fühlen sich gleichberechtigt an in diesen Tagen. Das ist die Gute Nachricht.

Ich würde mir den Mut politischer Blogger wünschen, sich in das Getümmel zu werfen. Für Deutschland schreibt man da sicher Mediengeschichte mit.
Continue reading “N24 Debatte 2.0 – ein komplementäres Fernsehformat”

1bis3 business lunch: mobile marketing mit Sarik und Co.

SIDE KlosHeute Mittag war ich zum ersten “1bis3 business lunch” (Host: abc-digital) eingeladen, so heißen Geschäftsessen mit Vortrag heute. Vortragende waren Hartmut Herrmann (klarmobil), Torsten Appel (phimobile) und “uns” Sarik Weber von cellity.

Eine schöne Veranstaltung, die Mittagessen und Branchen-Gequatsche zu verbinden suchte.

Fazit: Gelungen.

Nachfolgend ein paar Gedanken und Notizen, Thesen und Anregungen, die ich mitgenommen habe. Zum diskutieren, kommentieren oder aber ignorieren:

These (meine): mobile 2.0 ist noch weit weg. Die Denke in MNO’s ist noch sehr “walled garden”, auch wenn mobiles Internet über das iPhone zum Erlebnis wird.
Gegenthese (Sarik): “60% des mobile traffic in den USA führt zu social networks”

Ich frage mich, wie lange die Datenumsätze noch den ARPU der Netzbetreiber stützen. Selbst bei VMNO’s scheint das eine signifikante Umsatzgröße zu sein. Habe das Gefühl der Markt zieht, vor allem diejenigen, die keine Netze unterhalten müssen und die Netzbetreiber geben in kleinen Schritten nach. Trippeln in Richtung Datenflatrates.
-> Dann aber bitte nur für Postpaid-Kunden, die kenne ich (MNO) nämlich wenigstens.

These (meine): Einen so schnellen Preisverfall, wie bei DSL und Co. werden wir mobile nicht erleben. Es sei denn, die Verluste aus dem Connectivity und Datengeschäft lassen sich über andere Dienste recoupen. Im Grunde besteht kein Anlass für die drei Netzanbieter in Deutschland, den Zugang zu verbilligen (Stichwort Oligopol).
Antithese: Anyone?

“Notizen”
– 25% der Downloads (Java-App) sind alte Geräte (3-4 Jahre)
– “iPhone geht auch mit discounter”
– Ansehen, wenn verfügbar: Notfallapp der Apotheken
– “Verbraucher hassen mobile marketing”
– “Brauche ich in 2 Jahren eine “Spam-SIM”, mit der ich alle diese Gewinnspiele und Apps ausprobieren kann, ohne meine innere Welt zu offenbaren?”

Sehr anregend, und herzlichen Dank Thoralf für die Einladung. Komme gerne wieder – und ab nu ist “1bis3” auch bei Google zu finden :)

(Übrigens ein echtes Erlebnis darüber hinaus, stellt ein Besuch des Herrenklos im Souterrain des SIDE-Hotels dar – Foto)



klarmobil.de

Meine Online Quellen zum Thema “FC St. Pauli”

fc st. pauli fans web 2.0Meine wichtigste Quelle zum Thema FC St. Pauli ist mit Abstand das magische Forum der FC-Fans, das St.-Pauli-Forum. Während der Spiele der Lifeticker von Basis St. Pauli.

Dann kommt lange nichts.
Es folgen die von mir sehr geschätzten Sankt-Pauli-Blogger: Kiezkicker, CuriOus, TB&E, Jekylla, @Alfetta und Text&Blog. Nicht zu vergessen, die schönen Artikel von Momo bei shiftingreality und den Pantoffelpunk. Über den Kiezkicker bin ich dann zum Fanclub Netpirates gestossen, der ähnlich dem St. Pauli-Forum einen hohen diskursiven Stellenwert eingenommen hat.

Zuletzt erwähnt seien da noch der facebook Fanclub, der inzwischen über 750 Mitglieder hat, meist Ausländer, sowie Aggregationsseiten, wie wikio oder sixgroups.

Allein fcstpauli.com frequentiere ich sehr selten und ich habe mich gefragt woran das liegt? Vielleicht an der PR-lastigkeit, mit der auch katastrophale Spiele noch schön geschrieben werden. Vielleicht aber auch an dem Trend, Nachrichten immer öfter aus seinem Umfeld zu beziehen, eine Art meta-Wahrnehmung. Bereits mit Meinung aufgeladen. Meinung und Wertung von Menschen, denen ich ein Urteil zutraue, das mich stimuliert – zustimmend oder diskursiv.

Aber warum findet das nicht auf der Vereinsseite selber statt. Wo lebt der Verein seine soziale Kompetenz im Netz?

Marodierende Nutzerhorden oder das Ende der Plattform

Twitter ist down.

Mal wieder. In diesen Momenten zeigt sich, wie einfach Nutzerstämme zu Alternativen rüber wandern. In diesem Fall zu identi.ca, einem open source Klon von Twitter. Ich muss immer öfter an die Theorie des sozialen Objektes denken, die ich in Kopenhagen letztes Jahr das erste Mal verinnerlichen konnte.

Ohne die Hürde, dass die Beziehungen um mein soziales Objekt, seien es Photos bei flickr oder Kontakte und Kontaktpfade (!) bei XING, nur mit viel Aufwand aus den Plattformen herauslösbar sind, kommt es zu Wanderungen, die das Ende einer Plattform, wie Twitter sein können.

Das Phänomen Twitter ist nämlich ein kommunikatives, kein technisches. Hinzu kommt, dass bei Twitter oder noch deutlicher bei friendfeed, dem neuen Hype aus dem Valley, lediglich Momentaufnahmen meines digitalen Lebens vermittelt werden. An meine digitale Horde, *meine* Kontakte, meine Meldungen. Die sich, wie heute Vormittag, schnell auch woanders rematerialiseren können. Vielleicht um dieses Mal noch zurückzukehren.

Nachtrag: Kaum geposted und gemutmaßt, da scheint sich Twitter auch seiner Verwundbarkeit bewusst zu werden und limitiert den freien Abgriff der Nutzertweets auf 100 Zugriffe auf die Twitter-API pro IP und Stunde. Der Anfang vom Ende?

Frauenfarben

Webdesigner und Marketingmenschen bei Frauen-Communities scheinen der Meinung zu sein, dass Frauen im Netz auf Farben stehen, die sich im Bereich zwischen Lila und Pink bewegen. Wieso fällt mir da “Klischée” ein. So, wie schwarz-braunes Websitedesign für Männer und “Rot” für Erotikangebote.

Komisch, das ist mir bei den erfolgreichen Printvorbildern noch gar nicht aufgefallen, so eine Klischee-Hörigkeit.

Fem
fem

Glam.de
Glam

forher
for her

vimeo lässt mich hängen

Nein, ich brauche eigentlich keinen neuen Videodienst.
Neugierig, wie ich nun einmal bin habe ich mir aber mal in Kürze mit vimeo.com beschäftigt, auch weil die Videos von dort immer öfter in meinem Friendfeed auftauchen.

Aber 105 Minuten zu warten, bis ich mir mein eigenes Video ansehen kann? Nee.

Das scheint eine der Konstanten des Web 2.0 zu sein: mit dem Erfolg bricht den Ruby-Modulen da bei vimeo, oder auch Twitter, die Performance zusammen. Das bringt einen dann zurück zu Google (youtube) oder Yahoo! (flickr), so bitter das am Ende sein mag.

Wem gehört der Fußball?

warnunk

Manchmal sieht man Konflikte kommen, und ist doch überrascht, wenn sie plötzlich da sind. Vor allem, wenn sie durch Medien “beschleunigt” werden. Vor einiger Zeit habe ich geunkt, dass spätestens zur EM 2008 die Frage zu diskutieren sei, ob der Fan 2.0, der da aus dem Stadion twittert, flickrt, casted oder bloggt, sich strafbar macht oder ob er sein Grundrecht auf freie Meinungsäußerung ausübt.

Nun diskutieren wir über mich, meine 1000Mikes-Handy-Übertragung, den FC St. Pauli, die DFL, den Begriff Rundfunk und die Meinungsfreiheit. Besonders wohl fühle ich mich nicht dabei.
Continue reading “Wem gehört der Fußball?”

wer-weiss-was: ‘TV Spots 2.0’

Ich nehme selten Arbeit mit nach Hause. Heute mache ich aber eine Ausnahme.

Nachfolgend seht ihr die neuen Werbespots meines Arbeitgebers wer-weiss-was.

Wir haben versucht, die Idee von wer-weiss-was – Community für den Austausch von Know-How auf Gegenseitigkeit zu sein – in 20 Sekunden komprimiert zu erzählen, ohne dass bei der Übersetzung ins TV das Wesen dieses solidarischen Prinzips verloren geht.

Wir haben also mit echten Fragen und echten Mitgliedern von wer-weiss-was gedreht und sind vom Ergebnis überrascht (und ein wenig stolz ;):
Continue reading “wer-weiss-was: ‘TV Spots 2.0’”

Die Web 2.0 Frage zum Wochenende:

Warum?

Dass die Medienkonzerne nach neuen Regeln des vernetzten Marktes spielen müssen, war auf der Konferenz unstrittig. Welche Strategie zum Erfolg führen wird, ist allerdings unklar, die Experten sind jedoch sicher: Die Marke wird in Zukunft eine größere Rolle spielen als heute.

schreibt Thorsten Kleinz in Heise online.
Ich frage mich, warum? Warum eine größere? Spielt die Marke gerade eine kleine?
Und welche Rolle spielt sie?

Im Artikel gibt es von den Experten keine Antwort, vom Autoren auch nicht. Vielleicht habt ihr ja eine.