Simon Desue: “Wie werde ich Youtube-Star” – how to become a Youtube Star

Simon Desue: Tipps für Youtuber (Screenshot Youtube/Clixoom)
Simon Desue: Tipps für Youtuber (Screenshot Youtube/Clixoom)

Simon Desue ist gerade der heisse Scheiß auf Youtube. Im letzten Jahr ist dem deutschen Teeniestar auf Youtube das gelungen, was viele erträumen: er ist (neben Herrn Tutorial) einer der heissesten männlichen Youtube Stars.

Im Interview mit Clixoom verrät er, was euch, ihn, zum Star auf Youtube macht … Continue reading “Simon Desue: “Wie werde ich Youtube-Star” – how to become a Youtube Star”

Farewell Whitney

Whitney Houston ist tot, wow, das haut mich um. Vielleicht, weil sie noch mehr Teil meiner Jugenderinnerungen war, als Michael Jackson bspw. Der fand ja auch jenseits der frühen 90er statt. Sie nicht. Eingekapselt in Erinnerungen an Knutschereien zu ihrer Musik und dem klagvollen Nachgeben, wenn man nach Dirty Dancing nun seine Schwärme noch in Bodyguard begleiten musste.

Die Sängerin Whitney Houston ist tot. Wie US-amerikanische Medien in der Nacht zum Sonntag berichteten, starb die Soul- und Popdiva und sechsfache Grammy-Gewinnerin im Alter von 48 Jahren. Die Leiche sei am Samstag im Beverly Hilton Hotel gefunden worden. (ZEIT online)

Der leichte Unmut, mit dem sie ihre glasklare Stimme in die Welt getragen hat, und ihre Selbstzerstörung machten sie letztlich erst zu einer meiner Ikonen. Kaputtgehauen und ausgespuckt vom Popzirkus verlor sie letztlich nie ihre Würde, auch wenn sie oft kurz davor stand.

Mond und Sterne

Auch einem Stern ist es wichtig wahrgenommen zu werden. Existenzvergewisserung, wenn Jahrzehnte später mein Licht auf eine lebendige Netzhaut fällt. Der Mond hat es schwerer, er hängt an einem Hochhaus fest. Das hat seine besten Zeiten gehabt, als ich mein Licht aussandte. Ich werde zu einem roten Riesen, hier unten geht alles rote pleite.

Immerhin verliert noch der hsv.

Welcher (peinliche) Pop-Song erzählt die schönste Geschichte ..? #storytelling

Meinetwegen auch jedes andere Genre: Rock, Hardrock, Folk, Country, Blues, Rap … younameit?

Ich bin letztens mit @momorulez drauf gekommen, als wir beim Mittagessen im Raval diskutierten und mir wieder einfiel, dass wir beim “vh1-derland” damals ein Ritual hatten, bei dem jeder einmal seinen peinlichsten Lieblingssong spielen durfte/musste.

Nun stolpere ich bei quora über die Frage nach den besten “storytelling songs” … und es sind gleich ein paar meiner echten und peinlichsten Favoriten dabei: ;)

Convoy by C. W. McCall
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Heute kaufe ich Bücher nach Farben blau

Blaues Buch

Ich habe mir heute Taschenbücher gekauft, was zum Lesen. Habe sie nach Farbe ausgesucht, so wie verwöhnte Eppendorferinnen ihre grauen Windhunde zum Benz-Designer-Sofa. Das Sofa kann ruhig aus einer Insolvenz stammen, der Hund hat einen makellosen Stammbaum.

Max Frisch ist wandern, ich gehe segeln. Er besteht am Ende des Sommers aus Verlustängsten inmitten einer satten Natur. In Altona ist Spätwinter, und es würde uns alle nicht wundern, wenn der Frühling dieses Jahr ausfiele. Da passt Blau ganz gut dazu.

Die Farbe der Ferne, wobei Menschen in den Bergen ja nie von Fernweh sprechen, sondern von Fernsicht. Ein so technisches Wort, Fernsicht, physikalisch fast und so gegenpolig zu der verschlagenen Schönheit eines dümpelnden Meeres. Das schlimmste Blau, das Blau des Meeres nach einem Sturm, als könnte es kein Leben trüben, als wäre es nicht eben noch entfesselt, so wütend grausam und grau.

Sehe ich auf Berge, sehe ich in der Schönheit immer auch die Gefahr mit. Das Meer lullt uns ein, und verschlingt die Tapferen und die Doofen – ohne Mitleid und ohne Spur.

1937. Von der Spaltung zur Schmelze ist es nur ein Katzensprung.

Bobby Farrell (Boney M.) tanzt voraus (overleden)

Overleden ist niederländisch und bedeutet versterben. Gebroren in Aruba, berühmt geworden in Deutschland und verstorben in St. Petersburg, wie es sich gehört im Hotelzimmer, endete das Leben vom Vortänzer einer ganzen Generation, dem einzigen Mann, dem Hahn im Korb der Kunst-Kombo oder ersten Girlieband mit Tänzer – Boney M.

(und bezeichnend, dass Google News zu diesem Zeitpunkt lediglich holländische online Medien listet, die das melden – oder meine timeline via twitter!)

Emma Watson vs. Rihanna

Emma Watson vs Rihanna
In Zeiten, in denen Weltgewichte der Popkultur auseinanderstreben, hinter Paywalls sich zum Sterben betten, wie MTV und Verleger von Lesern Leistungsschutzgelder erpressen, da sind neue Formate gefragt. Mir gefallen da bspw. im Mode und Lifestylebereich Formate wie Amy&Pink oder SneakerGirls – spitz und campy.

Miley vs Justin Bieber
Heute morgen beim Frühstück zeigte mir meine Tochter eine Idee für ein Format, das sie mit einer Freundin entworfen hatte. “Emma vs Rihanna” oder “Miley vs. Justin” waren kleine Hefte, im Pocketformat oder A5-Quer, die Ausschnitte, News, Statements und Fotos von zwei Stars gegenüber stellten. Das wäre doch mal eine Idee für ein Magazin, auch wenn die Mädchen das nicht im Sinn hatten, und glaube ich nicht, dass in den Entwicklungsredaktionen der etablierten Verlage solche Ideen entstehen.

Format: start with a Blog (weekly) and roll out Print/TV afterwards
Frequenz: daily/weekly modus
Hook: “Hot or Not”-style coverage of two Popstars

(c) all rights reserved by pauline & emmi

blogature automatique (automatisches Bloggen)

„Lassen Sie sich etwas zum Schreiben bringen, nachdem Sie es sich irgendwo bequem gemacht haben, wo Sie Ihren Geist soweit wie möglich auf sich selbst konzentrieren können. Versetzen Sie sich in den passivsten oder den rezeptivsten Zustand, dessen Sie fähig sind. Sehen Sie ganz ab von Ihrer Genialität, von Ihren Talenten und denen aller anderen. Machen Sie sich klar, daß die Schriftstellerei einer der kläglichsten Wege ist, die zu allem und jedem führen. Schreiben Sie schnell, ohne vorgefaßtes Thema, schnell genug, um nichts zu behalten, oder um nicht versucht zu sein, zu überlegen. Der erste Satz wird ganz von allein kommen, denn es stimmt wirklich, daß in jedem Augenblick in unserem Bewußtsein ein unbekannter Satz existiert, der nur darauf wartet, ausgesprochen zu werden. (…) Fahren Sie so lange fort, wie Sie Lust haben. Verlassen Sie sich auf die Unerschöpflichkeit des Raunens. Wenn ein Verstummen sich einzustellen droht, weil Sie auch nur den kleinsten Fehler gemacht haben: einen Fehler, könnte man sagen, der darin besteht, daß Sie es an Unaufmerksamkeit haben fehlen lassen – brechen Sie ohne Zögern bei einer zu einleuchtenden Zeile ab. Setzen Sie hinter das Wort, das Ihnen suspekt erscheint, irgendeinen Buchstaben, den Buchstaben l zum Beispiel, immer den Buchstaben l, und stellen Sie die Willkür dadurch wieder her, daß Sie diesen Buchstaben zum Anfangsbuchstaben des folgenden Wortes bestimmen.“

Im Ersten Surrealistischen Manifest (1924) gab Breton Anweisungen zur Nachahmung der Écriture automatique, findet sich in wikipedia zu dieser freien Art des Schreibens. Und

Lola 2010

Lola, La ola, die Welle, die Begeisteurng entfacht. Die habe ich das erste Mal 1985 erlebt, in Anaheim, also bei ihr zuhause und mit 40.000 anderen – zusammen. Die hatte lange Zungen und viel Zeit. Schwappten in ihre Gemütlichkeit rund um das Feld und waren ansteckend in ihrer Freude. Zuhause gab es den Park dazu und aus dieser Zeit nur Polaroids, die kleinen, die Zigarretten-Verteilerinnen auf Parties gemacht haben. Liebesparaden, die in Berlin. Meine Erinnerungen an diesen Sommer sind instagr.am.ed – sechs kurze Wochen Film auf der Haut. England, Argentinien, Heulen. Worüber-überhaupt?

Gestohlen. die rote Stola von Lola. Finis. Und sechs Jahre lang schwimmt die Angst mit – zu Weihnachten in Thailand.

Dieser Beitrag ist ecriture automatique. Die einen sagen es sei Kunst, die anderen Unsinn. Recht haben alle beide.

… und irgendwann schenkt dann der Führer den Klonen eine Stadt

Schland-o-Schland – das gemachte One-Hit-Wonder?

Ich bin via Twitter auf die angebliche Studenten-Parodie auf Lena’s Eurovision-Hit “Satellite” gestoßen. Eine schicke, übersichtliche Website – mit Impressum. Mein erster Eindruck: »so würde ich eine Persiflage auf Lenas Song machen, wenn ich als professionelle Produktionsfirma das auf “Student” trimmen will.« Continue reading “Schland-o-Schland – das gemachte One-Hit-Wonder?”

Justin Bieber im Tokio Hotel – immer wieder taff

Ich lag in einem Berliner Hotel, als mein Handy klingelte. Es war fast schon nachts, so gegen Mitternacht, als mich ein völlig aufgelöster Mann bat, seine Handynummer aus meinem Blog zu entfernen. Er würde verrückt, ob der Tokio Hotel Fans, die ihn seit Tagen permanent anriefen und beschimpften.

Ich brauchte eine Weile, bis ich begriff, dass die Pein dieses Mannes auf mein Blogposting zurückzuführen war, in dem sich Hunderte von Tokio Hotel Fans und Hassern, also Contra-Fans desselben Alters, gegenseitig neckten, Bill wahlweise beschimpften oder sich ein Kind von ihm wünschten. Irgendjemand hatte die Handynummer des Mannes als die von Bill Kaulitz ausgegeben.

Nach der Löschung von ca. 1000 – in Worten Tausend – Handynummern aus meinen Kommentaren war dann auch bei dem Mann eine ruhige Nacht eingekehrt. So ruhig, wie die Nächte des Nie-Mannes Bill sein werden, wenn er den Weg aller Teens (ist hier einer über 40 und erinnert sich an die erste Boyband, made by BRAVO, Who the Fuck is BRAVO ;) geht. Immerhin, er ist anerkanntermaßen Musiker, und auch irgendwie unsterblich durch das Einführen der Geschlechtslosigkeit in die Boybandszene.

Justin Bieber dagegen, ich muss da immer an den Californischen Schnack “Save a tree, eat a beaver” denken, der ja tatsächlich außer einer Leif Garrett Gedächtnisfrisur wenig zustande bringt, und auch schwer als Paris Hiltons Sauf-Freundin vorstellbar scheint – oder kann man sich Fotos des heranwachsenden Bieber vorstellen, wie er ohne Unterhöschen aus Hiltons Limosine steigt? Eben, wo die sich alle alle rasieren heutzutage. Nun, Justin Bieber seine Fans, sind genauso, wie die von Bill seinerzeit. Und obwohl das erst fünf Jahre her ist, hat sich schon was verändert. Es sind nicht nur Blogger, die Ziel der emotionalen Attacken sind, die wie Ergebnisse unangekündigter Deutschtests anmuten, es sind die Medien selbst. Pop-Grundrechtsträger, wie mein Arbeitgeber Pro7. Oha.

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Pop Hurts

“Das Prinzip Pop ist das Prinzip Überraschung. (…) Wie enttäuschend aber, wenn ausgerechnet die Pop Branche sich nicht traut dem Prinzipien der eigenen Kultur zu entsprechen”

Tim Renner im Motorblog
… und “Überraschung”, das Video der Hurts ist aus Urheber-rechtlichen Gründen bei Youtube gesperrt. ;(

Künstlernamen-Generator – Alter Ego selber machen (or: “how to Mayer Hawthorne yourself”) #Web

Mayer Hawthorne Berlin 2009 Tour

Wie finde ich einen coolen Künstlernamen?

Anonym ist ja auch doof auf die Dauer – und ein Künstlername sollte gut überlegt sein.

“The Code? The Code is – you take your Middlename and the Streetname you are born”
… antwortet Mayer Hawthorne, die Soul-Currywurst aus Detroit, auf die Frage, wie er denn auf seinen Künstlernamen gekommen sei.

Probiert das mal selber aus, ist ganz lustig.
Ich verwende dann ab nu den Künstlernamen “Peter Jenisch”, wobei ich das “…straße” einfach weggelassen habe.

Mit in meiner Band (Für Bandnamen geht das auch, ist aber einen Tick komplexer) Ekkehard Moorkamp und Mirjam Gundermann.

Extrabreit als Garausmacher der NDW?

Heute Abend startet arte eine Reihe über die 80er Jahre:
„Welcome To The Eighties“, Arte, 11. August, 22 Uhr 55. Fortsetzung 18. und 25. 8.

Der Tagesspiegel dazu:

In Deutschland dagegen regieren die Neubauten und D.A.F, später die Neue Deutsche Welle, die sich bald mit Witzbands wie Hubert Kah oder Extrabreit selbst den Garaus macht.

… bin ich der Einzige, der das für Kai und Konsorten nicht so sehen will? Lustig, dass dieses Jahrzehnt erst im Kontrast zu den biederen 90ern und den modrig-stillen 00ern so spannend erscheint.

Who’s Dead?

michael jackson who#s dead (bad)Eine wahre Todeszone dieser späte Juni des Jahres 2009, Gummig nennt das bei Facebook schon den “The ‘A death a day’-summer ’09”. Farah Fawcett, das arme Ding kam selbst im Tod unter die Räder eines berühmten Stuntmans, man kann schon sagen, dass Michael Jackson ihr unfreundlicherweise, zu seiner Entschuldigung, wohl auch unabsichtlich, die Show gestohlen hat.

Nu ist gestern auch noch Lt. Stone, alias Karl Malden gegangen. Mit 97. Tolles Alter. Pension voll ausgenossen.

In meiner Straße steht seit Wochen der Laster des Antiquitätenhökers herum, wurde jetzt bewegt, weil ihn sonst die Polizei abgeschleppt hätte. Darin noch die letzten Schnäppchen, die der Mann auf dem Lande einzusammeln pflegte. Knapp 60. Wohl Herzinfarkt. Ein schwüler Dienstag ist es heute, es wimmelt und schwitzt in Hamburg. Die Mädchen in der S-Bahn, die mir heute auffielen, weil sie wie am Strand gewandet waren, kannten wohl keinen davon wirklich. So wie ich.

Treets Schokoklicker und das Verstopfen

treets-schokoklickerMein mittelaltes Herz erfreuen ja diese Flashbacks ungemein, wenn im Fernsehen und allen umliegenden Medien nu bspw. das Leben eines Michael Jackson gefeiert wird.

Das macht so ein schön wehmütiges warmes Gefühl in der Herzgegend.

Habe mir in den 90ern immer den Spaß gemacht in den Kinos Treets Schokoklicker zum Popcorn zu bestellen, nur um das fragende Gesicht der Schüleraushilfe genießen zu können. Das geht jetzt nicht mehr, denn Treets ist zurück. Verstopft mit seinem Revival die Regale – unfähig etwas neues zu erleben dreht sich diese morbide Gesellschaft im Kreis. Momo hat schon recht, es ist Zeit, dass sich in Deutschland etwas neues entwickelt und den Mainstream dahinfegt, eben weil uns graubärtigen Spackos um die 40 nix weiter einfällt, als immer wieder uns selbst und unsere Jugend zu zitieren.

Das nächste Treets hat übrigens türkische Wurzeln.

social condolement for Michael Jackson: Mass Moonwalk in London

Michael Jackson, Pop-KönigAls ich Michael Jackson das erste Mal live erlebte, bei einem Konzert im Hamburger Volkspark Anfang der 1990er Jahre, war seine größte Zeit schon vorüber. Das Konzert war deswegen auch nicht ausverkauft, meine Karte erhielt ich für fünf Mark von einem genervten Schwarzhändler vor dem berüchtigten Block E.

Schon damals war der Mann operiert, innerlich bereits entstellt von einer Leibeigenschaft, in die Fan-Liebe einen eben treiben kann. Vor allem, wenn sie der einzige Fluchtweg aus einer missbrauchten Kindheit ist. All das war aber verschwunden, als der Mann sang, tanzte und sich an den Popo fasste. Pop pur. Entledigt lustigerweise von allem Zweideutigen, wie das einige Teile des Disco auch vermochten. Rein fast, eunuchig universal.

Es ist nur billig, wenn der King of Pop, nun am Ende seines kurzen Lebens noch einmal die Krone an sich reißt. Und es ist auch nicht verwunderlich, dass die Liebe seiner Fans, die das Sterben eines Teils ihrer selbst zelebrieren, ihm diese aufsetzen. Erst verzagt ganze Teile des Internets lahmlegen, dann sich vernetzen zu einer nie dagewesenen Abschiedsperformance, wie es ein Massen-Moonwalk in London (oder New York?) sein könnte.

Erstaunlich dann die Erkenntnis, dass von Michael Jackson kein ikonifiziertes Bild übrig bleiben wird, wie von Che Guevara oder Elvis.

Marc Ecko fail: Neue Männer(magazine) braucht das Land

MännermagazinEs bilden sich Fäden durch das Universum, die Menschen dazu bringen, sich die gleiche Frage gleichzeitig zu stellen. Davon bin ich überzeugt.

Einerlei, was zu beweisen war, auf jeden Fall ein schöner Zufall, dass ich gerade vor dem DLD-Panel über erfolgreiche Modekonzepte mit Cem Basman (Cen Bafman, für alle mitlesenden Tagessschau-Zuschauer) über das Fehlen einer neuen Generation von Pop-Autoren mich unterhielt, eine die sich die Hoheit über den dringend notwendigen Diskurs in Deutschland, Europa und der Welt schnappen. Meinetwegen auch gerne als Männermagazin. Seit der Einstellung der Allegra, gibt es ja keines mehr für uns Kerle.

Da liegen auf den Sitzen Probe-Exemplare von complex, einem neuen Männermagazin von Hip-Hop-Wunderkind Marc Ecko. Und es enttäuscht. Continue reading “Marc Ecko fail: Neue Männer(magazine) braucht das Land”

Aretha Franklin, Blues Brothers, Eddie Murphy, “The first black President of the United States”, President Blowfly to Barrack Obama

president blowflyDer Obama-Day als popkultureller Höhepunkt eines Weges, der mich als Westdeutschen Erwachsenen eben auch emotional so betrifft, weil die Kultur, die dahin führte eben auch meine eigene ist.

Ein Fest für die Demokratie. Großartig.

Ein Weg, der mit Menschen, wie Aretha Franklin (und ihrem energischen Liebeslied aus Blues Brothers) begann und heute in der beginnenden Präsidentschaft Barrack Obamas seinen vorläufigen Fluchtpunkt findet.

… auf die eigene, popkulturell angloamerikanische Sozialisation (sei) verwiesen, daß eine Joan Baez, ein Hunter S. Thompson, “Saturday Night Fever” und “Fame” und “Hair”, ein Elvis Presley, Maze und die Commodores, die Talking Heads, Barbra Streisand und James Brown und Janis Joplin mir näher sind, mich tiefer prägten als ein Goethe.

Wie lang dieser Weg war, kann ein Blick auf zwei US-Heroen (es gab auch deutsche und englische, aber das nur nebenbei) meiner Jugend nicht deutlicher machen. Wahrhaftiger Pop: Continue reading “Aretha Franklin, Blues Brothers, Eddie Murphy, “The first black President of the United States”, President Blowfly to Barrack Obama”

Guns ‘n Roses Aller

guns and roses, chinese democracy (symbolbild), via nickpix2008 - flickr
Sweet Child

Ich war ein anderer Mensch vor 20 Jahren, vor allem jünger. Geprägt haben mich unter vielen anderen Dingen auch der Sound des L. A.-Rock, dessen bekanntere Vertreter Guns ‘n Roses waren und nebenbei auch das Hamburger Kleinkunstumfeld mit Filmen, wie Rollo Aller oder das Aufleben der Hamburger Schule.

Die Zeit ist lange dahin, doch ziehen sich Gerüchte und Mythen zurück in den Beginn der 90er (die ja laut Momo bereits 1988 begannen), Gespräche bei einem Milchkaffee, später Galao, über ein neues Album der Zickenrocker um Axl Rose und einen dritten Teil von Rollo Aller. Alles angeblich im Schnitt, bzw. in der Endabmischung. 20 Jahre Mastering, Aller.

Nun kumuliert das alles in einem Herbst. Rollo Aller 4 feiert das Altwerden von Rocko Schamoni und Guns ‘n Roses feiern mit, preisen die chinesische Demokratie mit einem neuen Album – ja tatsächlich. Nach Rocky die wichtigsten Nachgeburten meiner Jugend. Ich vermute aber, längst nicht so ehrlich.

10%

st. pauli, slam, dunks, sneekers, merchandise

Magere 10% bekommt der magische FC von den Einnahmen aus “seinem” Merchandising, wie diesem (erhältlich ab 30. Mai).

Lächerlich wenig, findet nicht nur Cornelius.

LITTMANN: … Auf dem Merchandising-Sektor sind wir national schon fast für die Champions League qualifiziert. Und wer fährt den Gewinn ein?

ABENDBLATT: Vermarkter Upsolut, der 90 Prozent dessen einbehält.

LITTMANN: So ist es. Und das ärgert mich. Wenn ich dann höre, wie sich alle darüber freuen, dass es demnächst St.-Pauli-Shops in anderen deutschen Städten geben soll, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Unser Verein profitiert davon nur unerheblich. Im Grundsatz bin ich nicht bereit, dies weiter hinzunehmen. Uns gehen jedes Jahr Millionenbeträge verloren.

Bild und Hinweis via twitter.