Sonwik: Winterlicher Yachthafen

DSC00019.JPGYachthäfen im Winter haben etwas trostloses an sich. Klar, vor allem ohne Außen-Liegeplätze, sind sie fast leer.

Dennoch funktioniert die Romantik immer noch irgendwie. Das Wasser wirkt nicht so kalt, wie es sein müsste. Die roten und grünen Leuchten an der Hafeneinfahrt wirken fast heimelig.

Ich erinnere mich an ein Buch, dass ich vor Jahren mal gelesen habe. Den Titel habe ich vergessen, aber nicht die tolle Beschreibung einer winterlichen Überfahrt von Schweden nach Schottland. Schauderhaft kalt und romantisch abenteuerlich.

(L: die Sonwik Marina, Flensburg)

Team Germany joins the 33rd America’s Cup

Man könnte meinen, die Deutschen seien eine erfolgreiche Seglernation. Immerhin haben sie sich selbst ja auch immer als Seefahrernation verstanden. Nun wollen es die Deutschen besser machen, als dieses Jahr, als sie beim 32. Americas Cup nicht nur sang und klanglos auf den Vorletzten (vor China, was so viel bedeutet, wie Letzter) abschmierten, nein, auch das Selbstverständnis als Seglernation in Frage gestellt wurde – weltweit.

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Yachtcharter Kroatien – Segeln und die nackte Freiheit

trogir to kamiza, masteryachting Kroatien 2006 153

Die Freiheit an Bord eines Segelschiffes hat zwei Seiten. Zum einen die Erfahrung, in Grenzen das Konzert von Wellen, Wind und Schiff steuern und beeinflussen zu können, zu segeln.

Spätestens nach drei Tagen an Bord stellt sich dann eine weitere Freiheit ein. Die Unabhängigkeit von vielen zivilisatorischen Hilfsmitteln und hippen Krücken.

Aleksander erwähnt immer wieder, dass man sich nach Monaten auf einem Schiff ein wenig zu sehr an die Schönheit der Gegend, das Segeln und das Essen gewöhnt. Allerdings das Erste, was man als Skipper nach einem langen Winter an Land tut, ist sich nach der ersten Nacht an Bord morgens nackt in die See fallen zu lassen, um sich zu waschen, ein wenig zu schwimmen und sonstige Bedürfnisse und Sorgen dem Meer anzuvertrauen. Vollkommen frisch erklimmt man dann wieder die schwankende Heimstatt, gewappnet für den Tag.

Dieses Gefühl der frischen Freiheit, das stumpft nicht ab, ist jeden Morgen neu – und übrigens das beste Mittel gegen Kater.


Dieser Beitrag ist einer von mehreren, die ich während eines Segeltörns in Kroatien schrieb.

DGzRS: Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

dgzrs

Es gehört zu meinen frühesten Erinnerungen, das Porzellanschiff der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. In meiner Kindheit war auf jeder Theke eines zu finden. Zumindest in Hamburg und in meiner Erinnerung.

Letzte Woche ist uns vor Heiligendamm ein Seenotrettungskreuzer ein paar Meilen gefolgt. Wohl um zu schauen, wie die aussehen, die Verrückten, die im November auf der Ostsee kreuzen.

Nach der Tragödie am Donnerstag in der Nordsee spürt man den eigenen Leichtsinn, wenn die grün-graue Ostsee einen hin und her wirbelt. Und erinnert sich an die Porzellanschiffchen.

Ich möchte eines aufstellen. Hier.
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Fotos: DGRZ/Janmaat

Das letzte Segelschiff auf der Ostsee …

Moblog899… und ich an Bord. Das war schon einer der zehrensten Törns, die ich so in letzter Zeit gemacht habe.

Als wir Warnemünde rausgingen, haben wir uns höhnische Kommentare der Fischer anhören müssen.
Als wir dann draussen waren und uns die Ostsee mit hohen Wellen und sieben Bft. (in Böen acht) entgegen schlug, wussten wir dann auch warum.

Nach elf weiteren Stunden erreichten wir dann in der Dunkelheit Travemünde. Schnaps und Steak und dann in die Koje. Mehr war definitiv nicht drin an Kraft.

Moblog905“Molto Pittoresco” und das, was mir immer in Erinnerung bleiben wird, waren die acht Möwen, die bei Vollmond hinter unserer “Carter 30” hinterher flogen, als wir nach Travemünde hinein liefen. Da war alles klamme, nasse Fühlen weg. Zumindest für einen Moment.

Überhaupt kann ich das Gefühl kaum beschreiben, das mich mit dem Leuchtfeuer von Travemünde, oben auf das kastenartige Hotel Maritim geschraubt, verbindet. Das helle, warme Rot, später Gelb, das Dir sagt, daß Du bald da bist.

Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen-via-