SEO-Preisfrage: Kann eine Website wieder Ranken, die über ein Jahr offline war?

Dieses Blog war über ein Jahr offline. Googles Webmastertools meldeten hunderte 404-Fehler und langsam aber sicher verschwand “Ringfahndung.de” aus den Google Ergebnisseiten (SERPs).

Metrics Tools SEO

Seit gestern ist mein Blog, das ich seit 2004 geführt habe mit einem Backup aus 2012 wieder online.

Die Preisfrage: beginnt Google das Blog wieder zu ranken, wenn der Google Crawler wieder einmal vorbei schaut?

  • Ranken dieselben Keywords?
  • Weniger oder mehr, weil Google dies Blog als Neuling betrachtet?,
  • Oder reanimiert es alte Werte?

Ich trecke das mit den Metrics.Tools, die ich seit ein paar Tagen ausprobiere.

Autoren nach Vorne (SERPs) – It is all about authorship

Eine der wichtigsten Anpassungen des Google Algorithmus an das Social Web ist imho die Konzentration auf den Autoren. Was Facebook sozial erledigt, alle relevanten Beiträge, Verbindungen, Beziehungen und Interessen an der Person (Profil) zu aggregieren, löst Google so, wie Google Anforderungen schon immer gelöst hat: algorithmisch.

Webmaster Tools Analytics Author
Webmaster Tools Analytics Author
Screenshot: Google Webmaster Tools

Da ist Google+ ein zentraler Baustein, die strategischen Auswirkungen aber noch von vielen nicht abzusehen, und gehen weit über Google+ als Facebook-Konkurrent hinaus. Durch die Konzentration auf den/die Autor_in oder Autorengruppen schwenkt Google von der Website zur Person als wichtigste Referenz. Und in meinem Fall stimmt das auch.

So schreibe ich private Prosa unter ring2.de, bspw. meine Erfahrungen mit Münchner Mitwohnzentralen, auf SPNU.de Artikel über den magischen FC St. Pauli und bei wer-weiss-was Fragen, Antworten oder Artikel über Grillkohle ins Blog. Google listet insgesamt über 2200 Artikel auf, die es in seinem Index mit meiner Urheberschaft verknüpft hat – und deren “Erfolg”, Reichweite und CTR ich nun analysieren kann – über das Konzept Website hinaus.

In meinen Augen einer der wichtigsten Trends des Jahres – und so als Analyse aufgelistet schon enorm eindrucksvoll. Also Autoren, nach vorn – das ist da, wo noch keiner vor euch gewesen ist :)

"Wer weiss wie ich auf Facebook mehr Fans erreiche und sie mich alle lieben?",…

"Wer weiss wie ich auf Facebook mehr Fans erreiche und sie mich alle lieben?", fragte mich kürzlich jemand auf Facebook. Als ich sah, dass er mit meinen Tipps 100.000 Likes und 20.000 Fans in einer Woche erreichte, nahm ich mir vor, diese Tipps auch hier zu posten. Mein E-Book zum Thema und die XING-Pro-Group, habe ich in Planung*:

Top 5 <em>(+1) Tipps für gutes Facebook Marketing:</strong>

<li>Nimm Dir Rechte-freie Allerwelts-Zitate von lange toten Dichtern oder
</li>
<li>jede beliebig doofe Bauernregel (je anzüglicher desto besser)
</li>
<li>Kopiere diese in eine Powerpoint-Vorlage mit farbigem Hintergrund oder Papiermuster
</li>
<li>(Mac-Jünger nehmen bitte Keynote, da sind aber die Vorlagen fast zu cool)
</li>
<li>Mache einen Screenshot (DRUCK-Taste auf Deiner Tastatur)
</li>
<li>Poste das Bild auf Deiner Facebook Page und schreibe etwas lustiges, anzügliches darunter, oder schimpfe über das Wetter.
</li>
</ul>

Das Bild wird nun 1000fach geliked, geteilt und wieder-gepostet und wieder-"geliked", bis zum Erbrechen oder bis jemand dieselbe Plattitüde mit einer anderen Schriftart auf einen anderen Hintergrund geklatscht hat und wieder in Umlauf bringt.

Falls Dich jemand fragt, wieso Du sowas tust, verweise wahlweise auf Paulo Coelho oder mich.

Pro-Variante: Fordere Deine "Fans" auf: <em>„Teile“, wenn Du das auch so siehst, „Like“, wenn Du doof bist.</em>

Post imported by Google+Blog.

Google Suche: Snippets hängen von der Suchphrase ab

Rich Snipptes Test Google SERPS
Screenshot: Rich Snipptes Test Google SERPS

The excerpt from the page will show up here. The reason we can’t show text from your webpage is because the text depends on the query the user types.

Das “Exzerpt”, das Google unter Überschrift und Link des Suchtreffers anzeigt ist nicht immer dasselbe, sondern hängt von der Suchphrase ab. Wieder etwas gelernt.
– Via Google Testpage für Rich Snippets

Vom kiffen umgefallen

Es kommt schonmal vor, dass ich mir das Archiv von wer-weiss-was mit der Absicht anschaue, mich durch lustige, kuriose oder mir sehr fremde Themen treiben zu lassen. Heute fand ich diese Frage: “Wie gefährlich ist kiffen?”

Unter Re: Wie gefährlich ist kiffen wirklich? schreibt Maria:

… soweit ich weiss ist noch niemand vom Kiffen tot umgefallen. Allerdings ist es so dass kiffen vergesslich macht.

Was nun bedeuten kann, dass Maria noch von niemandem gehört hat, der vom Kiffen tot umgefallen ist, oder es schon gehört hat, aber wieder vergessen.
Ich fand das lustig.

Offenlegung: Ich arbeite bei wer-weiss-was

Google + Vanity URL

Soweit ich weiss, bietet Google Plus noch keine so genannten Vanity URLs für Google+-Profile an, wie es sie bspw. für Facebook-Seiten gibt. Aber es gibt einen einfachen, wie “inoffiziellen” Workaround:

– Kopiere Deine Google+-Profil ID, die findet sich in der URL zu Deinem Google+-Profil.
(bspw. https://plus.google.com/u/0/100960916188410224077/posts)
– gehe auf gplus.to und lege Dir eine Short-URL auf Dein Profil an.

Fertig: gplus.to/ring2

GPlus.to Google Plus Vanity URL
GPlus.to Google Plus Vanity URL

Alters-Test: Für wie alt hält Dich Google? Finde Dein Google-Alter heraus

Google ist der weltgrößte Werbevermarkter. Da ist es sinnvoll, die Menschen nach Zielgruppen zu unterscheiden und das Alter ist immer noch eine der wesentlichen Stellgrößen, welche Werbung ich wem zeige.

Deswegen kann man Google auch fragen, wie alt man ist – oder wie alt man in den Augen eines Marketing-Managers ist. Und das kann ernüchternd, überraschend, unpassend oder ungehörig sein …

Meine demografischen Merkmale
Ihr Alter und Ihr Geschlecht bestimmen wir anhand der Websites, die Sie besucht haben. Sie können diese Angaben jederzeit entfernen oder bearbeiten.
Alter: 25-34
Geschlecht: männlich

Wie alt bist Du? Finde es heraus: Dein Google-Alter

Lustig, denn eine Frau, die später nicht sehr gut auf mich zu sprechen war, hat mir mal in ihrer Empörung an den Kopf geworfen, dass ich zwei innere Alter hätte: 14 und 34 – man nur dummerweise nie wüsste mit welchen man spricht und dass die auch immer so unvorhersehbar wechseln. In diesem Sinne macht Googles Algorithmus einen guten Job ;)

p.s. die Autoren bei Gwaker sind erschreckend alt

Socialspam mit socialcam

Heute morgen habe ich eine App auf dem Iphone ausprobiert, die ich über ein Facebook-Posting eines Bekannten gefunden habe: socialcam – eine Art Instagram für Video.

Gleich nach der Installation habe ich die App socialcam ausprobiert – und 2-3 Kurzvideos aus dem Hamburger Hafen hochgeladen. Dabei habe ich versehentlich (und wohl mehrfach) die E-Mail und Versendefunktion der App benutzt, und die Video-Ankündigungen nicht nur per Twitter, Facebook und Youtube verschickt, sondern auch an meine Kontakte per E-Mail und SMS.

Sorry, das tut mir leid. Ich bin ja selbst recht empfindlich in diesen Dingen. Ich versuche gerade, herauszufinden, ob es sich um eine Funktion handelt, die innerhalb meiner Sphäre bleibt, also ärgerlich, aber einmalig ist – oder ob socialcam – wie auch schon andere US-Anwendungen derzeit, mein Adressbuch geleecht hat.

Für Hinweise in den Kommentaren wäre ich sehr dankbar.

Update: Ich habe die App nun gelöscht, da sie zwar hilfreich, aber viel zu spammy ist. Ausserdem habe ich socialspam aufgefordert, meine Daten und alle Daten, die ich übertragen haben sollte, zu löschen …

Das leise Sterben der Blogbar

Blogs sind nicht tot. Aber die Blogbar, die Speerspitze der Blogosphäre gegen doofe Index-Spammerei (so wie viele andere, war auch dieses Blog lange dort entachtet ;) und Medien-Hochmut, scheint in einem Wachkoma zu liegen.

Seit dem 27.10.2011, dem ersten Posting seit fast drei Monaten, ist dieses Blog verwaist. Stirbt es ausgerechnet mit dem Beitrag “Im Westen nichts Neues außer Leichen” einen langsamen Tod? Ist das Interesse an Blogs und Blogwatching erloschen am hübschen See im Süden?

#Path Datenskandal – Der Pfad zur dunklen Seite der Macht

Path, so heißt der neue heisse Scheiß im Start-UP Universum. Ein Social Network für echte Bekannte. Viele meiner sozialen Kontakte nutzen dieses slicke Tool, das in einer affenartigen Geschwindigkeit diejenigen einzusammeln scheint, die in Facebook und Twitter sich schon zu sehr entblößen, als eine Art innerer Kreis für echte Bekannte. Vielleicht steckt auch das heimelige Gefühl dahinter, endlich mal wieder auf einer neuen Plattform, mit den üblichen early adopter abzuhängen, dort wo es so schön kuschelig ist, ohne Mainstream und dem Sozialkundelehrer von frùher.

Path hat gestohlen, und zwar das wertvollste, was digitale Personen anzubieten haben: ihr Adressbuch, ihre sozialen Kontakte. Ohne ihre Nutzer darauf hinzuweisen, eine Einwilligung einzuholen, hat die Iphone App das Adressbuch des Nutzers auf die amerikanischen Server des Unternehmens hochgeladen. Das ist schlimm genug, und meiner Meinung nach, sollte das vorsätzlich geschehen sein, ein echtes Verbrechen.

I noticed that my entire address book (including full names, emails and phone numbers) was being sent as a plist to Path. Now I don’t remember having given permission to Path to access my address book and send its contents to its servers, so I created a completely new “Path” and repeated the experiment and I got the same result – my address book was in Path’s hands.

Das kann man imho mit einer Bände vergleichen, die alten Menschen an der Haustür ein TV-Zeitschriften Abo verhökert und ein Komplize derweil die Kommoden im Schlafzimmer durchsucht.

Viel schlimmer als so ein Datenraub, der meiner bescheidenen Meinung nach, hart bestraft gehört, ist die schlimme Erklärung des CEO von Path Dave Morin:

We upload the address book to our servers in order to help the user find and connect to their friends and family on Path quickly and effeciently as well as to notify them when friends and family join Path. Nothing more.

We believe that this type of friend finding & matching is important to the industry and that it is important that users clearly understand it, so we proactively rolled out an opt-in for this on our Android client a few weeks ago and are rolling out the opt-in for this in 2.0.6 of our iOS Client, pending App Store approval.

Frei übersetzt steht da, dass sie nichts weiter getan haben, als Daten ohne Einwilligung zu Klauen, und zwar, weil das für den Dienst und die “Branche” wichtig ist, das zu tun. Nun will man “proaktiv”, also bevor man verklagt wird, eine Einwilligung nachziehen.

Erschreckend, dass Dave Morin überhaupt keine Reue zeigt, keine Spur Unrechtsbewusstsein zu entwickeln in der Lage ist. Es wird höchste Zeit für eine gute ID-Bank, in der ich meine Daten anvertrauen kann und die im Zweifel in meinem Namen gegen solche Strolche vorgeht.

via lummaland

Brief von Sean Connery an Steve Jobs von Apple ist ein Fake oder Hoax

… oder eine schlaue Viralkampagne.

Seit einiger Zeit geistert ein angeblich von Sean Connery an Steve Jobs verfasster Brief durch die sozialen Medien. Sean Connery fordert darin Steve Jobs auf, ihn nie wieder anzuschreiben, er wäre als Werbefigur für Apple nicht zu haben:

“I do not sell my soul for Apple or any other company”

Ursprünglich ist dieser Brief in einem wenig bekannten Satiremagazin in den USA erschienen, wenig beachtet, bis John Willshire aus dem Vereinigten Königreich ihn via Twitter wieder zum viralen Leben erweckte.

Wichtigste Erkenntnis aus diesem schönen Hoax: Apple ist im Mainstream angekommen – und ein Rebell zu sein und “Dinge anders zu machen”, heisst heutzutage, Apple als Konzern britisch korrekt den Rücken zuzudrehen. “I am Fucking James Bond” halt.

via c|net’s Eric Mack:

Sean Connery Letter to Apple

Who is this? – Social Spam

Blogspam war bisher ein nerviges, aber schnell zu identifizierendes Phänomen. Seit Googles Panda Update ist das anders.

Google honoriert soziale und Markensignale, das ist spätestens seit dem Panda Update für die Mehrheit der Webmaster wahrnehmbar. Und seitdem verlagert sich der Indexspam auch ebendorthin, in das Social Web.

Einen interessanten Artikel zum Thema haben meine Kolleginnen bei wer-weiss-was geschrieben – ein Einstieg in ein nerviges Phänomen.

Artikel als PDF

“Unerwünschte Werbung stört unsere Online-Gemeinschaften nachhaltig. Spam zieht Spam nach sich, gemäß der Broken Glass Theory. Der Ruf leidet, die Ehrenamtlichen verlieren ihr Interesse, die wahren Experten ziehen sich zurück und überlassen das Feld den Fakeprofilen. Statt reaktiv den Spammern hinterherzulöschen, sollte man sich der Aktivitätssteigerung widmen. Aber Achtung: Mit zunehmender Sichtbarkeit erregt man auch die Aufmerksamkeit der Spammer. Die stärkste Waffe sind, neben an die jeweilige Community angepasste technische Lösungen, vor allem die aktiven und aufmerksamen Mitglieder. Ich denke, dass in Zukunft die Themen Qualitäts-, Reputations- und Incentivierungs-Management an Bedeutung gewinnen werden.” -> wer-weiss-was

duckduckgo statt google

Google macht mal wieder soziale Welle, seitdem es Google+ Profile verstärkt anzeigt. Ein unwohles Gefühl, dass sich angesichts des Marktanteils, den Google in Deutschland hat, breit macht. Da kommt man immer wieder auf die Idee, mal eine andere Suchmaschine auszuprobieren. Bisher waren bing, Yahoo! die technologischen Alternativen, und nicht besonders überzeugend.

Ecosia hatte einen neuen Ansatz, einen mit Charity – und nu stolpere ich bei wirres.net über eine neue Suchmaschine, mit neuem Konzept: duckduckgo. Und der Name ist so spackig, die Benutzerführung so schön Old-school (so wie Google früher ™), dass ich den Versuch, eine Weile duckduckgo zu nutzen, einfach mitmache …

DuckDuckGo als Standard-Suchmaschine ausgewählt … und nu gehts los:

duckduckgo Suchmaschine Screenshot
duckduckgo Suchmaschine Screenshot

3 Fragen

An: Professor Peter Kabel

Tomorrow: Welche Eigenschaften brauchen Einsteiger in die Neuen Medien?
Kabel: Sie müssen bereit und gierig sein, sich jeden Tag mit etwas Neuem zu beschäftigen. Jeden Tag dazulernen, Pioniere sein.

Aus “Drei Fragen an Prof. Peter Kabel”, in Tomorrow 10/1998 – einem Geschenk von Uli zum 15. Geburtstag.

D08/15

Ist das eigentlich ansteckend? Kaum machen die Piraten auf sich aufmerksam, erst bei der Europawahl und dann in Berlin, spriessen Vereine aus dem digitalen Boden. Zuerst zur re:publica die Digitale Gesellschaft und nun, pünktlich zum Parteitag der SPD der Verein D64.

Lauter nette Leute ohne Einfluss. Die meisten kenne und schätze ich. Dennoch muss man sagen: der Start ging mächtig in die Hose. Denn Menschen, die Einfluss nehmen wollen, müssen auch welchen haben.

Die Digitale Gesellschaft, so nehme ich das wahr, wird in den tagesthemen zitiert, wenn man Experten zum Thema Netzsperren braucht, und ansonsten vom BMI in einem Interesse-heuchelnden Wachkoma gehalten. Einfluss-Versprechen, die wohl nie eingelöst werden. Man korrigiere mich bitte.

Bei D64 ist das noch schlimmer. Gerade läuft ein Parteitag der SPD – und en passant werden dort die gegensätzlichen Positionen eingenommen (Stichwort Vorratsdatenspeicherung), die – der laut kress report SPD-nahe Think Tank – D64 eben gerade mühsam eingenommen hat. Das ist ein politischer Super-GAU – und zeigt eigentlich sehr anschaulich, dass die analogen Machtstrukturen (vor allem in der SPD) wirken. Sie sind kerngesund, fühlen sich pudelwohl und pfeifen auf die paar Heinis, die sich zum denken in einen digitalen Tank zurückziehen. Netzpolitik ist wichtig? Nicht in der SPD, wie es scheint. Nicht dort, wo politisch gewirkt wird. Dort, wo Macht sich findet. Dort sind in der Regel Think Tanks angesiedelt.

Man missverstehe mich nicht, ich wünsche allen engagierten Netzaktivisten allen Erfolg der Welt. Aber ohne ein wenig Macht – und sei es Hausmacht – und Aggressivität geht das nicht. Fragen, die in der Blogosphäre dann gestellt werden; über Einfluss der Einfluss-losen – sind dann eher ablenkend und wirkungslos.

Eigentlich wollte ich noch etwas über das Nachdenken über digitale Lebensentwürfe und die Korrelation zur akuten und analog wirksamen Vertreibungspolitik des SPD-Senates in HH unter Olaf Scholz und Schill-Nachnachfolger Neumann sagen – Stichwort Zomia Bauwagen, Obdachlosenzaun und Abschiebung. Das lasse ich aber heute besser …

Turmbau zu Apple

Ein Interview, geführt mit einer Bekannten, aufgenommen und transkribiert von der Dragon Dictation App:

Sie: Hallo mein Herr, ja einfach mal aus Eifersucht.
Ich: Was für ein süßes Wort.
Sie: Ich fange ihn gerne in Fortuna Mann ist ja erbärmlich einfach
Ich: ,,, nur fürs Finanzamt nenne ich mir von der Angel unterscheiden sehr schön, wenn man was kann man das Maultasche ein

Dazke für das Gespräch.

Google+ killed Friendfeed?

Friendfeed war mir immer ein Rätsel. Neben Twitter und Facebook noch eine weitere Timeline zu füllen, war mir schon immer zuviel. Meine Aktivitäten dort hielten sich also in Grenzen.

Und doch war mir die tägliche E-Mail mit den Aktivitäten meiner Abonnierten, meist ausländische Kontakte, ein willkommener Digest, um gegenzuspiegeln, was denn an diesem Tag so wichtig war. Heute morgen war nur noch ein Eintrag übrig. Google+ hat sein erstes Opfer, zugegeben das schwächste – oder denjenigen Dienst, der Google+ am nächsten kommt. Als Diskussionsheimat der early adopter – die nun weitergezogen sind. Solange, bis Google+ Mainstream geworden ist. Es ist zu bezweifeln, dass Friendfeed solange durchhält:

Friendfeed Traffic - Source: Google Adplanner
Friendfeed Traffic - Source: Google Adplanner

Google Frische – das Freshness-Update und sein Kind

An keinem Internet-Unternehmen kann man die Auswirkungen der sozialen Internetrevolution besser ablesen, als an Google. Binnen zwei Jahren, vom so genannten Caffeine-Update, über die puscheligen Kuscheltiere Panda 1 und 2 bis hin zu dem aktuellen, das sich bezeichnenderweise “Freshness” nennt, wandelt sich der Google Algorithmus immer schneller – und immer mehr hin zum Abbilden dessen, was wir das Soziale Netz nennen.

Given the incredibly fast pace at which information moves in today’s world, the most recent information can be from the last week, day or even minute, and depending on the search terms, the algorithm needs to be able to figure out if a result from a week ago about a TV show is recent, or if a result from a week ago about breaking news is too old.
Amit Singhal, Google

… und das ist ein direktes Ergebnis der sozialen Verlinkungen und Verknüpfungen von uns allen – und ein gutes Zeichen für Journalisten, Fach-Idioten und Schnellblogger. Denn nun trägt der Google Algorithmus ihren Anstrengungen Rechnung. Mir scheint der Kern von Google Strategie zu sein, mühevolles und engagiertes Publizieren zu belohnen (in Frequenz und Tiefe). Aktuelle Texte und Videos zu erstellen ist mühsam, eine Medienmarke aufzubauen auch. Videos zu erstellen ist komplexer, als Texte von Copy & Paste-Sklaven (Stichwort Demand Media) in den Index zu drücken – und so passiert etwas, was das Unternehmen Google von Grund auf verändert. Nicht mehr der Link und seine Quelle sind länger das Ausschlag gebende Momentum, sondern sein sozialer Kontext.

Denn gewonnen haben vor allem Newsseiten, TV-Marken, alle Videoportale und Brands. Also Seiten, die häufig neuen und frischen Content haben und die aufgrund der Popularität auch häufig geklickt werden (Brand Bonus). Marcus Tober Searchmetrics Blog

Sicher, es wird immer Wissen geben, das länger gilt. So wie die immer wiederkehrende Frage nach den verblühten Hortensien, und ob man diese zum Winter abschneiden oder dranlassen soll.

RSS Graffiti vs. Facebook

RSS Grafitti Logo
RSS Grafitti Logo
Facebook mag es, wenn seine Nutzer sich mit Dingen beschäftigen, auf Facebook. Posts, die ohne Link nach Außen sind, werden meiner Erfahrung nach öfter in der Timeline meiner “Freunde” angezeigt, als welche mit externem Link. Ganz schlecht wertet der Facebook-Algorithmus wohl automatisch, per RSS-Grafitti importierte Blogposts.

Derselbe Post am Freitag Abend: 120 Views, per RSS geposted. Mit der “Hand” oder “zu Fuß” knapp 5.000 am Sonntag. Nun mag das auch mit dem Wochentag und er Tageszeit zu tun haben, ist aber augenfällig, dass Links per RSS-Automatik von Facebook abgestraft werden.

Habt ihr auch solche Erfahrungen gemacht?

YouTube Stars (fabricated or original?)

“In the Rush-Hour i can feel your Power”

Das ist doch gemacht, oder? So einen gibt es nicht, denkt man – und dann erinnert man sich an so einige Fahrten mit dem ÖPNV seines Berufslebens und schon kommt einem dieser Mann gar nicht so irreal vor. Eine Prise Fremdschämen, Andy Warhols “15 Minutes of Fame” und die vorgestellte Realität eines “Bauer sucht Frau” portiert in den Berufsverkehr Manhattans – fertig?

Facebook Ipad App – filtert Google+-Buttons

Ich habe mir heute Abend die mit viel Vorschusslorbeeren ausgestattete Ipad App von Facebook aus dem App-Store heruntergeladen und ausprobiert. Dabei wollte ich mir auch ansehen, wie unser neues Responsive Design bei wer-weiss-was in der App, bzw. dem integrierten Browser aussieht.

Da fiel mir auf, dass Facebook den Google Plus Button bei wer-weiss-was herausfiltert nicht anzeigt:

wer-weiss-was im Facebook Ipad App Browser - ohne Google+
wer-weiss-was im Facebook Ipad App Browser - ohne Google+
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Desorganisierte aller Länder vereinigt euch – Occupy Wall Street zum Beispiel

Die Desorganisierten und Vernetzten artikulieren sich nunmehr nicht nur in Nordafrika oder Spanien, oder zu regionalen Themen wie der Sozialromantik in einem Stadtteil oder Stuttgart 21, sondern – wo wenn nicht in New York – gegen bestehende Macht-Netzwerke.

Nobody Can Predict The Moment Of Revolution from ivarad on Vimeo.

We the 99% will not be silent and we will not be intimidated. This Saturday thousands more of us will march together as one to show that it is time that the 99% are heard. Join us on the 2nd week anniversary of your new movement.

We are unions, students, teachers, veterans, first responders, families, the unemployed and underemployed. We are all races, sexes and creeds. We are the majority. We are the 99 percent. And we will no longer be silent.

– occupywallstreet.org

Wirtschaftsnobelpreisträger Stiglitz lehrt an der New Yorker Columbia University; Madrick arbeitet für das Roosevelt Institut, ein gemeinnütziger Verein, der progressive Ideen fördert. Es gebe einen Krieg gegen die Mittelklasse in Amerika, sagte Stiglitz. Die Banken hätten die politischen Prozesse gekapert. Außerdem bräuchten die USA ein faires Steuersystem – will heißen: höhere Steuern für die Wohlhabenden. Er forderte die US-Bürger auf, mehr Druck auf die Abgeordneten auszuüben. “Wir müssen unsere Demokratie demokratisieren”, sagte Stiglitz.
– zeit.de

Wer sich übrigens wundert, wie ich das auch tat, dass Mantra-ähnlich alles nachgesprochen wird von den Zuhörern …

Den Rednern an der Liberty Street ist es verboten, ein Megafon zu benutzen. Deshalb wird jeder Satz von den Zuhörern wiederholt, um ihn so für alle hörbar zu machen. Das verleiht den vielen Vorträgen eine gottesdienstähnliche Atmosphäre.