Windräder

Windräder, die sich nicht drehen, wirken toter als AKWs die nicht am Netz sind. Und wenn ich Werber für das Atomforum wäre, dann würde ich da auch noch eine Gemeinsamkeit finden. Loki Schmidts CO2-Ausstoß liegt übrigens nun auch bei Null%. Komisch auch, dass einen solche Nachrichten immer unterwegs erreichen. “Wir bitten Herrn Schmidt zum Zugchef, er wird dringend gebeten zu Hause anzurufen”. Horror auf Reisen. Continue reading “Windräder”

Hotel Angleterre Berlin – kein Hotel für Digitale Nomaden #fail

Berlin.

Das Hotel Angleterre liegt in der Nähe des Checkpoint Charlie am Margarine-Ende der Friedrichstraße in Berlin. Mein Lieblingshotel, das nahe Adina in der Krausenstraße war leider ausgebucht. Inzwischen erinnere ich mich dunkel, dass ich, ich glaube es war mit @ognibeni, mal über dieses Hotel gesprochen habe. Das LAN (WiFi gibts nicht) kostet stolze 15 EUR pro Tag – und der Fernseher krisselt. Ich kann nur jedem digitalen Nomaden eine Wegmarke an die Friedrichstraße 31 kleben: weiträumig umwohnen!

Na dann gute Nacht – treibe ich mich draussen rum – mit den anderen armen Touristen.

Scheinfreude oder lebendiges Glück

“Wir weigern uns, jeden Tag so zu genießen, als wäre es der letzte, nach diesem blöden Satz, den einem manche Ärzte sagen. Essen war für mich früher ein Fest, jetzt habe ich keinen Appetit mehr. Nicht mal auf Rotwein habe ich Lust. Nur die Kornschnäpse, die ich kürzlich in der Kantine des Maxim Gorki Theaters … getrunken habe, haben mir geschmeckt.”, Christoph Schlingensief.

Ich bin heute mit sieben Knoten raumshots durch die Ostsee gesegelt, dann hat der magische FC für mich via 90elf seinen ersten Sieg in der Bundesliga errungen – und nun sitze ich im Cockpit und denke über den Tod nach, und über einen Menschen, der mich das kurze Mal unserer Begegnung eigentlich nur beschimpft hat, den ich aber gründlich ignorieren könnte. Manche Tage sind eigenwilliger als andere.?

Sa Dragonera

Gemalt.

Dieses wuchtige Bild hängt im Restaurant “Na Caragola” im Fischerdörfchen Sant Elm vis-a-vis der Taucher- und Drachen-Insel Sa Dragonera auf Mallorca. Ich frage mich jedes Mal, wenn ich dort esse und den lokalen Wein geniesse, wer denn dieses Mädchen und der Mann wohl sind, die von dort oben, wo inzwischen Appartments stehen, auf diese magische Bucht hinunter schauen?

Dorfstrasse

Eben bin ich Brötchen holen, an der Dorfstraße, bei der Abbiegung nach Dänischenhagen, stehen zwei Männer in zu kurzen Hemden, eigentlich ist das andere ein T-Shirt, aber auch zu kurz.

“Na, sammelst Du immer noch Steine?”
“Nee, Sand!”

Die Damen ut Maasholm

Im Hafengrill von Maasholm arbeiten fünf Damen, geschwätzig für drei. Ihre Männer arbeiten bei den Seenotrettern, die ein schmuckes Bootshaus besitzen, hundert Jahre alt.

Ein Bier kostet beim Imbiss 1,60 plus Pfand, und noch eine Kleinigkeit dazu. Die Damen wollen nämlich nach Hawaii. Da zählt jeder Groschen. Hihi, sie kichern. Ich stecke 2 EUR in das Schiffchen an der Ausgabe. So sind ihre Kerle wenigstens weiter beschäftigt, und wer weiß, vielleicht bleibt Zeit für einen Trip nach Kalifornien, wenn er draußen Sportsegler rettet. Kalifornien in Holstein.

Segel-Törn-Planer (Linksammlung)

*** offene Seekarten – open SeaMap ***

Das wohl beeindruckendste Projekt im Zusammenhang mit Törnplanung 2.0 ist imho die open SeaMap. Wie ihr großer Bruder, die open StreetMap leisten Freiwillige die Kartografie und durch Zusammenarbeit vieler wird ein Produkt, das wenigstens zur Grobplanung gut geeignet ist. Die openSeaMap ist unter CC-Lizenz frei verfügbar.

Open Sea Map
– Maps und Projekt-Files zum Download bei sourceforge Continue reading “Segel-Törn-Planer (Linksammlung)”

Barfußsommer

In Dänemark vergeht die Zeit nicht schnell. Mancherorts, wie auf Aerø bleibt sie auch stehen.
Der Sommer ist manchmal warm und wenn der bare Fuß wochenlang durch Gras und Sand gelaufen ist, dann kommen einem Streifen auf Asphalt komisch fremd vor.

Foto: aufgenommen mit der ILomo-Funktion der Quadcam auf einem IPhone 3GS

Bayrischer Weizen und ein Fernweh-leidiger Mann

Manche Reise führt an weit entfernte Gestade, auch wenn der atmende Teil nur den flachen Hang hinunter in den Altonaer Biergarten hinter sich gebracht hat. Da hatte es die Reiseverpflegung, ein bayrisches Weizengetränk und schon zu seinen Zeiten berühmt schon weiter.

Ich bin nun Weg. Offshore, mit Magellan auf dem Weg um die Welt, Weltbilder zerstören, via @Stefan_Zweig Continue reading “Bayrischer Weizen und ein Fernweh-leidiger Mann”

Towel Day

25. Juni.
Heute ist Handtuchtag.
Genieße den Tag, trinke noch ein paar Bier.
Don’t Panic!

“Der Towel Day (dt. Handtuch-Tag) ist ein Gedenktag für den britischen Autor Douglas Adams. Der Towel Day findet alljährlich am 25. Mai statt.

An diesem Tag tragen Fans des Schriftstellers ein Handtuch mit sich herum. Dies ist eine Reminiszenz an das Buch Per Anhalter durch die Galaxis, in dem Handtücher vom Autor als ungemein praktische Dinge beschrieben werden, die so ziemlich das Nützlichste seien, was man auf Reisen durch das Universum mit sich führen kann. (wikipedia)”

Drachenkopf

Den ganzen Tag bewegen sie sich,
vor meinem Maul.
Unter mich, auf mir und herum.
Ich ruhe.

Und wenn die Sonne untergeht,
das Meer silbern den Wind verdreht,
vom Land weg,
und der Himmel ocker-blau verschwimmt,
dann können mich liebende Seelen lächeln sehen.
Ich ruhe.

Von der Leidenschaft

Mir ging es noch nie so gut, dass ich mir einreden konnte, ich sei Herr der Lage. Ich habe mich von sanften Winden und Strömen treiben lassen, eigentlich mein ganzes Leben. Das verlässlichste Werkzeug war dabei die eigene Nase, in den Wind gehalten, die Methode der Kreuzpeilung. Die Aussicht auf den verdienten Manöverschluck kann ein großer Antrieb sein.

Nun versagt der Instinkt, es denkt zuviel, wo es fühlen soll. Fühlt und fiebert. Abschied, Einlassen – verlieren, hadern, hoffen, beruhigen, bis man sie wiedersieht. Umarmen. Die Luft ist lau.

Mal regnet es Tränen ins eigene Gesicht, mal wärmt das Nacht-flutende Licht am Wasser mehr als jede Sonne. Seeligkeit in Traurigkeit ist ja dem schwebenden Zustand vor dem Aufprall sehr ähnlich – und eigentlich ganz schön.

Ich spreche von Fußball. Oder?

Die Flüstertüte mit auf Klassenreise

Im Sommer fährt die magische Tochter Nummer 1 auf eine längere Reise an die Ostsee. Allein, mit ein paar Freundinnen.

Was in meiner Jugend noch der einmalige Anruf aus der dörflichen gelben Telefonzelle war, ist heute Papas abgelegtes Handy mit einem Prepaid-Tarif. Nur eines ist immer noch gleich. Der nächste Anruf nach dem, der meldet, dass man gut angekommen ist, bedeutet: holt mich bitte ab, ich halt das hier nicht mehr aus.

Hinterhofgemüse in der Kochgarage München

Es hat eine Weile gedauert, bis ich auf die Idee gekommen bin, mal auf dem Hinterhof nachzuschauen, dann aber habe ich die Garage gefunden, in der sich die Kochgarage München befindet.

Alle Nachbarn kannten den Laden nicht. Was sich ändern wird, da bin ich mir sicher. Selten habe ich in München lebendigeres Chaos vermengt gesehen mit hervorragendem Essen. Nette Atmosphäre mit einem Umfeld in dem man konzentriert sich unterhalten, angeregt speisen und vergnügt feiern kann. Das war ein wenig Hafenklang gepaart mit dem frühen Gino Carone (minus Italien) – also mehr Altona als München.

Das ist als Kompliment gemeint.

Altonaer Himmel – vier Tage blau #ashtag

Altona hat keinen eigenen Flughafen, den man hätte sperren können, drum nutzen wir sonst den unserer Nachbarn aus Hamburg (etwas merkwürdig, so als zweitgrößte dänische Stadt ;).

Nun feiern wir heute den dritten flugfreien Tag, an dem unsere skandinavischen Brüder und Schwestern durch ihre Geoattake mit modernsten Nanopartikeln den Fluglärm aus dem teutonischen Hamburg fernhalten.

Bis heute Abend 20:00 Uhr soll der Himmel frei und der Hamburger Flughafen geschlossen bleiben. Die Königin soll sich spontan angemeldet haben, zu einem Rebellencaffee im altonaisch besetzten Café Sommerterrassen Hafenbahnhof an der Altonaer Rampe.

Blau in Blau

Die Projektreise meiner Abiturklasse führte mich nach Wien. Eigentlich wollten wir nach Kiew, aber da war gerade Tschernobyl passiert, hatte sich ein Name in das kollektive Gedächtnis einer Generation gebrannt. In Kiew waren die Strahlenwerte damals zu hoch, als dass eine bundesdeutsche Schulklasse dort hinreisen durfte. Also Wien.

Dort besuchten wir die beeindruckenden Museen für klassische und moderne Kunst, die, wenn ich mich recht erinnere, gegenüber liegen. Im Museum für moderne Kunst hingen dann berühmte eingewickelte Matratzen von Beuys und irgendwelche Fäden auf dem Boden, die auch Kunst waren, bis einer meiner Mitschüler sich darin verhedderte (kein Witz). Ein Raum weiter hing ein Bild, das “Blau in Blau” hieß und das für mich als 18-jährigen Butsche der Inbegriff des Kunstwitzes war. Es war blau, einfach blau. Sonst nichts.

Daneben hing der Preis, von dem ich noch erinnere, dass er in die hunderttausende Schilling ging. Eindeutig zuviel für etwas, was ein Scharlatan und Hochstapler einfach blau angemalt hatte.

Heute musste ich an das Bild wieder denken, weil der Himmel über Hamburg so aussah, wie das Bild damals. Ein Blau, das man schon kannte – nur ohne das andere, was da über einer Stadt, wie Hamburg, immer noch dazu kommt: die Kondensstreifen fehlten. Wieder war ein Natur-veränderndes Ereignis verantwortlich (nur dass diesmal nicht eine menschliche Maschine die Natur alterierte, sondern ein Vulkanausbruch die menschlichen Maschinen – Kiew lag nun in Fühlsbüttel).

Immer wenn ich nach Hamburg einfliege, achte ich auf den prägnanten Turm der Christianskirche, von oben in einer Flucht mit dem AK Altona zu finden, um dann meine Gedanken nach Hause zu senden. Heute sah ich nach oben und keiner war dort, der in der Lage gewesen wäre, ähnliche Gedanken zu hegen. Heute war der Himmel das erste Mal wirklich Blau in Blau, das Kunstwerk war in meinen Augen nach all den Jahren zu einem geworden.

Altona-Budapest-Berlin Frühstück im Eurocity

In diesem Speisewagen wurde lange Zeit sehr viel geraucht. Vor und nach dem Essen, zum dunkelschwarzen ungarischen Caffee. Das verstärkt den Ostblockcharme noch, der einen auf der Reise von Hamburg nach Berlin umwebt, setzt man sich in einen Eurocity nach Budapest am Morgen.

Die Kellner tüdeln sich langsam ein, heizen den historischen Caffeeautomaten an und sortieren sich nach einer kurzen Nacht. Bis 23:00 werden Sie in diesem reisenden Stück Ungarn arbeiten heute, dann erreicht der Zug Budapest. Nach einer kurzen Nacht zuhause, geht’s um sechs Uhr wieder zurück nach Altona.

Vielleicht sehen wir uns dann wieder, auf einen kurzen Caffee im rollenden Ungarn.

Über 1 Mio. Geocaches weltweit

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Over 1 Million Active Geocaches Worldwide!
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On Monday, March 8, the number of active geocaches listed on Geocaching.com exceeded the million-cache mark. Congratulations to the geocaching community on this major milestone and thank you for all you have done to create such a wonderful, widespread activity in less than 10 years!
Quelle: groundspeak

… meinen Glückwunsch. Auch wenn ich erst seit einem Jahr dabei bin.

Flightradar24 – Flugradar für Jedermann

Ich frage mich manchmal, wenn ich bei Flügen aus dem Fenster schaue und drüben im Himmel etwas silbern blitzt, ich es dann als weiteres Flugzeug erkenne, wohin denn diese Menschen dort in dieser kleinen Röhre, fliegend unterwegs sind? Wo sie herkommen, wohin sie wollen.

Nun kann ich mir den Himmel über Europa, über meinem Hamburg, bis rüber nach Kopenhagen, selber anschauen. Menschen und Maschinen beim Heimflug zusehen. Mit einem Glas Rotwein in der Hand.

Digitaler Zeitvertrieb vom C64 zur Flip Mino HD

Früher habe ich “load *.*, 8,1” eingegeben (oder so ähnlich , ich kann mich kaum erinnern), später dann nächtelang Warlords gegen Neuseeländer gespielt und gewonnen, weil ich trainert war, gegen Lucasarts und seine fiesen Finten in den Days of the Tentacles. Heute nehme ich lustige Videos mit meiner HD-Kamera auf und sehe den Filmchen zu, wie sie von Twitter über Posterous und Facebook durchs Web wandern. Ist weniger spannend, aber hat mehr mit mir zu tun.

Spaß macht es immer noch.

LH A380, ich würd ihn “Willi” nennen

In Hamburg heißen Polizeiautos “Peterwagen”, weil angeblich ein Junge darin geboren wurde, der dann später so hieß. Nun versucht Lufthansa dasselbe nur ohne Wirklichkeit. Das kann nur schief gehen, eine Analogie zum “Jumbo-Jet” zu finden, der das erste Mal in der Wahrnehmung der breiten Menschheit links mit rechts verband, oben mit unten – ohne drei Tage unterwegs zu sein. Nur der Jumbo hat New York zum Shopping-Vorort der Saudis werden lassen – nicht nur das Öl.

Nun, da hilft nur Magie. Willi, der dicke Freund der Biene Maja, der treue und zuverlässige, der sich durch nichts in seinem Glauben zu seiner Freundin erschüttern lässt, der wäre der richtige Pate für diesen “Vogel”. Auch wenn der Name schon “vergeben” war und ich jetzt nix gewinne – das ist der richtige Name. Ich werde den A380 ab heute nur noch “Willi” nennen.