Wahlkampfthema: Hafen (Hafenprivileg)

Unsere Apothekerin im Dorf, in Ottensen, erzählt gerne die Geschichte als sie als junge Apothekerin vom beschaulichen Wellingsbüttel an das Dorf an der Elbe unweit des geschäftigen Hamburger Hafens zog. Die damalige Inhaberin der Apotheke hatte eine ganze Regalwand voller Asthma-Medikamente aufgebaut. Erstaunt bemerkte die Zugezogene, dass sich die doch nie im Leben verkaufen liessen, was ihre damalige Chefin belustigt richtigstellte: Hier haben die Leute mehr Lungenleiden als anderswo, das liegt am Hafen und ist bei schwachem Süd- und Ostwind besonders schlimm. Die Apothekerin meines Vertauens ist der Meinung, dass das im Prinzip heute noch so ist, dass Mittel gegen Lungenleiden besonders gut sich verkaufen.

Mich erinnert das an meine Kindheit, und an das Gefühl, wenn man nach Hause, nach Altona einfuhr nach einer Klassenfahrt und sich der bekannte Druck auf die Lunge legte. Ich habe das heute noch, wenn auch nicht mehr so schlimm. Aus dieser persönlichen Erfahrung heraus und den einschlägigen Quellen zur Luftverpestung durch die Schiffe im Hafen, vornehmlich die doofen Kreuzfahrer, muss die Partei, die meine Stimmen bekommen soll, eine nachhaltig tragfähige Antwort parat haben.

Die SPD, die CDU und auch die GAL, die am Hafenprivileg trotz massiver rechtlicher und ethischer Bedenken festhalten, zuletzt im Februar 2010 – scheiden hier fast schon aus.

Aktuelle Themen, die sicher zur Luftqualität in Altona beitragen:
City-IKEA in Altona
– Kreuzfahrt-Terminal
– Elbvertiefung

Links zu Thema:
Saure Brise vom Traumschiff – Umweltprobleme für Häfen
Rückfall in die 70er Jahre, NABU
Förderkreis Rettet die Elbe

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