St. Pauli Nerds oder Kultur vs Kommerz

Heute gegen 13:20 Uhr gingen drei Nerds zusammen Mittagessen. Der eine philosophischer Politiknerd, der andere popkulturell interessierter Fußballhistorien-Nerd, der Dritte segelnder Blognerd – und alle drei St. Pauli Nerds, die den FC St. Pauli als Kultur- und Lebenssinn-stiftende Umwelt begreifen, in der bspw Dialoge und Diskurse geführt werden können, abseits realpolitischer oder juristischer Formatierungen. Das Millerntor ist nicht die BRD, da sind wir uns wohl alle einig. Uns gibt es tausendfach, und trotzdem werden wir mißverstanden von Apparatchicks und Juristen, und das ist die eigentliche Natur der sozialromantischen Intervention, der sich Stenger, Meeske und Konsorten gegenüber sehen – und die sie nicht zu greifen wissen.

Die intensive Diskussion hat uns verdeutlicht, dass der aktuelle Konflikt zwischen Vereinsführung und Fans sich nicht an einzelnen Sachfragen festmachen lässt, sondern sich auf einer anderen Ebene bewegt: Für Teile der Vereinsführung ist der FC St. Pauli ein Wirtschaftsunternehmen, eine „Marke“ und ein Hobby. Für viele Fans im Stadion ist der Verein jedoch weit mehr als dies: nämlich ein Stück ihres Lebens und ihres Lebensinhaltes und somit keine rationale, sondern eine Herzensangelegenheit. … schreibt dazu der Ständige Fanausschuss /via Übersteiger/ – und liefert gleich das Argument, weswegen der Jolly Rouge nicht verschwinden darf – er bleibt, solange er da ist, entsteht Kultur am Millerntor.

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