Print vs Web – von verschenkter Mühe und rosa Schals #Mopo

Ich werde diese Geschichte nun immer dann erzählen, wenn das Thema auf (Print-) Journalisten kommt, die für eine Zeitung (wahlweise auch TV) arbeiten und deren “Beitrag für online”, wie das digitale Publizieren in Verlagen genannt wird.

Am vergangenen Sonntag klingelte es an der Haustür. Die Mopo stellte sich vor, in Gestalt einer Redakteurin und eines Fotografen. Ihnen wären die rosa Bänder aufgefallen, die am Ottenser Marktplatz aus den Fenstern und von Balkonen der Häuser hängen.

Ich gab den beiden dieselbe Erklärung, wie in diesem Blog, mochte aber nicht mit auf ein Foto.

Am Ottenser Marktplatz wehen seit der Altonale pinke Fahnen aus den Häuserfenstern. Übrig geblieben von einer Aktion des Kaufladens Konus. Unabgesprochen lassen die meisten ihre Fahnen weiter hängen. Sieht schön aus – und führt zu lustigen Nachfragen von Touristen (von denen wir viele haben inzwischen) und Spaziergängern.

Heute erschien nun ein Foto unseres Hauses mit zwei seiner Bewohner drauf. Ein Foto. Mit einer kurzen Bildunterschrift. Was? Das soll alles sein, was die mindestens zwei längeren Gespräche und Fotos des Fotografen erbracht haben? Kein Blogpost, kein Artikel? Vielleicht ein Nachfragen beim Initiator Konus für einen weiteren Artikel?

Nix. Und das ärgert mich ja fast schon, denn Platzprobleme, technischer oder zeitlicher Art hat man online nicht. Ich wette, ein Online-Beitrag hätte über 5 Jahre eine höhere Reichweite und Aufmerksamkeit, als das Bild in der Mopo, zwischen Sommerrätsel und Sportteil.

Mopo - Haus mit den Rosa Schals
Mopo - Haus mit den Rosa Schals

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