#Path Datenskandal – Der Pfad zur dunklen Seite der Macht

Path, so heißt der neue heisse Scheiß im Start-UP Universum. Ein Social Network für echte Bekannte. Viele meiner sozialen Kontakte nutzen dieses slicke Tool, das in einer affenartigen Geschwindigkeit diejenigen einzusammeln scheint, die in Facebook und Twitter sich schon zu sehr entblößen, als eine Art innerer Kreis für echte Bekannte. Vielleicht steckt auch das heimelige Gefühl dahinter, endlich mal wieder auf einer neuen Plattform, mit den üblichen early adopter abzuhängen, dort wo es so schön kuschelig ist, ohne Mainstream und dem Sozialkundelehrer von frùher.

Path hat gestohlen, und zwar das wertvollste, was digitale Personen anzubieten haben: ihr Adressbuch, ihre sozialen Kontakte. Ohne ihre Nutzer darauf hinzuweisen, eine Einwilligung einzuholen, hat die Iphone App das Adressbuch des Nutzers auf die amerikanischen Server des Unternehmens hochgeladen. Das ist schlimm genug, und meiner Meinung nach, sollte das vorsätzlich geschehen sein, ein echtes Verbrechen.

I noticed that my entire address book (including full names, emails and phone numbers) was being sent as a plist to Path. Now I don’t remember having given permission to Path to access my address book and send its contents to its servers, so I created a completely new “Path” and repeated the experiment and I got the same result – my address book was in Path’s hands.

Das kann man imho mit einer Bände vergleichen, die alten Menschen an der Haustür ein TV-Zeitschriften Abo verhökert und ein Komplize derweil die Kommoden im Schlafzimmer durchsucht.

Viel schlimmer als so ein Datenraub, der meiner bescheidenen Meinung nach, hart bestraft gehört, ist die schlimme Erklärung des CEO von Path Dave Morin:

We upload the address book to our servers in order to help the user find and connect to their friends and family on Path quickly and effeciently as well as to notify them when friends and family join Path. Nothing more.

We believe that this type of friend finding & matching is important to the industry and that it is important that users clearly understand it, so we proactively rolled out an opt-in for this on our Android client a few weeks ago and are rolling out the opt-in for this in 2.0.6 of our iOS Client, pending App Store approval.

Frei übersetzt steht da, dass sie nichts weiter getan haben, als Daten ohne Einwilligung zu Klauen, und zwar, weil das für den Dienst und die “Branche” wichtig ist, das zu tun. Nun will man “proaktiv”, also bevor man verklagt wird, eine Einwilligung nachziehen.

Erschreckend, dass Dave Morin überhaupt keine Reue zeigt, keine Spur Unrechtsbewusstsein zu entwickeln in der Lage ist. Es wird höchste Zeit für eine gute ID-Bank, in der ich meine Daten anvertrauen kann und die im Zweifel in meinem Namen gegen solche Strolche vorgeht.

via lummaland