Leseempfehlung zum Thema Facebook und Gesichtserkennung, Datenschutz und Überwachung

//Die Neuerung ist, daß Facebook jetzt automatisch eine Gesichtserkennung durchführt, anstatt daß der Freund das manuell mit seinem eigenen Gehirn tun muß. Mein Name wird dem Freund dann automatisch vorgeschlagen, anstatt daß er ihn manuell eingeben muß.

Man kann diese Funktion abschalten. Dann führt Facebook die Gesichtserkennung immer noch durch. Denn: bis das Gesicht erkannt worden ist weiß Facebook ja nicht wer darauf zu sehen ist, und wie diese Person die Privacy Settings eingestellt hat, schlägt dann aber den gefundenen Namen nicht mehr automatisch vor. Die Operation ist technisch also dieselbe. Nur das Ergebnis wird geheim gehalten.

Meine Twitter Timeline, meine Facebook Timeline und meine RSS Feeds sind heute voll von Ratschlägen, wie man “die Gesichtserkennung” abschalten kann.

Das kann man nicht.
Prinzipbedingt.

Man kann nur das Anzeigen des Ergebnisses bei seinen Freunden unterdrücken. Das ändert genau gar nichts. Aber man fühlt sich echt besser.
Placebo Forte N, Anstaltspackung – heute im Sonderangebot.// – Kristian Köhntopp

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//Facebook erkennt, dass ein Gesicht auf dem Foto zu sehen ist, nimmt diese Gesichtsbilder-Auswahl, erkennt darin ähnliche Bilder und gruppiert sie entsprechend. Bevor eine Person ins Spiel kommt, hat Facebook bereits zweimal auf euren Uploads Gesichter erkannt.

Theoretisch und in dem Fall, dass ihr bereits auf einem Foto getaggt- und ihr mit der Person befreundet seid, erkennt Facebook Personen und nun schlägt Facebook automatisch euren oder Freundesnamen vor.

Dumm, dass die automatische Gesichtserkennung, bzw Personenerkennung bei mir gar nicht funktioniert.// @svensonsan auf pop64.de

Übrigens: Folgende Überwachungstechnologien und -maßnahmen werden in Deutschland bereits eingesetzt oder sind bereits beschlossen. Kritiker sehen hierin bereits deutliche Schritte hin zu einem Überwachungsstaat.

Einführung der Steuer-Identifikationsnummer zum 1. Juli 2007 ähnlich der PKZ der DDR[3];[4]
Aufbau eines übergreifenden Bundesmelderegisters[5];[6] und eines Ausländerzentralregisters
Bundesweite Einkommensdatenbank ELENA[7]
teilweise Aufhebung des Bankgeheimnisses, hauptsächlich durch das Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit, Kontenabruf[8]
Ausweispflicht
Biometrischer Personalausweis[9]
Einführung der Abgabepflicht von Fingerabdrücken für biometrische Reisepässe (siehe auch AFIS)
Einführung von biometrischen Kontrollen[10][11] und biometrischen Datenbanken
Gesundheitskarte (siehe auch GKV-Modernisierungsgesetz[12]), teilweise Aufhebung der ärztlichen Schweigepflicht[13]
Erstellung von Bewegungsprofilen
durch bargeldloses Bezahlen[14]
Pflicht zur Arbeitszeiterfassung[15]
Videoüberwachung mit biometrischen Identifikationsmethoden[16]
Ortung von Mobiltelefonen[17]
automatisierter Kfz-Kennzeichenabgleich auf öffentlichen Straßen (inzwischen verboten)[18]
Maut
Vollerfassung bei Reisen (Flugzeug, Bahn, Schiff, Auto – auf Autobahnen, an Grenzen und Tunneln)
Lauschangriff (auch innerhalb der Wohnung dritter Personen), Online-Überwachung, Online-Durchsuchung
automatisiertes Abhören von Telefon- und Internet-Kommunikation im Allgemeinen und E-Mail-Kommunikation im Besonderen (siehe auch Telekommunikations-Überwachungsverordnung)
Bei E-Mail-Überwachung in Deutschland werden alle E-Mails, die mindestens eine zu überwachende E-Mail-Adresse im MIME-Header haben, als vollständige Kopie an ein Staatsorgan weitergeleitet.
Allerdings ist es legal, diese E-Mails zu verschlüsseln (Verschlüsselung)
siehe auch Briefgeheimnis und Postgeheimnis
Mobiltelekommunikation:
IMSI-Catcher
GTP* (GPRS Tunneling Protocol*)
automatisierte Funkpeilung und Kreuzpeilung über die Sendemasten zur Erstellung und Auswertung von aktuellen oder historischen Bewegungsprofilen (geographische Funkzellendaten, Peilung, Signalstärke und Datum/Uhrzeit der Kommunikation werden gespeichert, siehe auch Vorratsdatenspeicherung) unterstützt durch den nicht legalen Einsatz von Silent Messages zur Triggerung einer Kommunikationsverbindung eines anzupeilenden Mobilfunkgerätes
Vorratsdatenspeicherung bei Internetzugangsanbietern und Telekommunikationsanbietern
Anti-Terror-Datei[19]
heimliches Betreten von Wohnungen – (BKA-Gesetz)
Raster- und Schleierfahndung
Abnahme einer Speichelprobe bei schweren oder wiederholten Straftaten und dazugehörige Gendatenbanken
Datenaustausch auf europäischer und weltweiter Ebene mit teilweise direktem Zugriff auf zahlreiche nationale Datenbanken wie DNA-Datenbanken, Fingerabdruckkarteien und KFZ-Register (geregelt im Prümer Vertrag), angedacht ist Fahndern Einsicht in den innereuropäischen Zahlungsverkehr durch Zugriff auf SWIFT zu geben.[20][21][22][23][24][25]
Folgende Schritte werden in ihrer Umsetzbarkeit zum Teil auch in Deutschland geprüft:
Abnahme einer Speichelprobe auch bei leichten Straftaten und Überführung in dazugehörige Gendatenbanken
RFID im Bargeld
RFID im Ausweisdokument
RFID in Waren aller Art (zum Beispiel in Jeans eingearbeitet)
Automatisierter Abgleich biometrischer Daten in Personalausweisen zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Rahmen von Polizeikontrollen.[26]
Eine bessere Überwachung terrorverdächtiger Kinder durch den Verfassungsschutz mittels elektronischer Speicherung personenbezogener Daten.[27]
Folgende Schritte sind bereits in der Umsetzung:
Platzverweis
Unterbindungsgewahrsam
Aussetzung des Schengener Abkommens, um aus dem Ausland einreisende Teilnehmer von Demonstrationen und anderen Aktionen kontrollieren zu können
Schleierfahndung
Geruchsprobe
Aufgrund zunehmender Überwachungsmaßnahmen im sogenannten Krieg gegen den Terror hat sich in Deutschland mittlerweile der Begriff Stasi 2.0 in Anlehnung an das Ministerium für Staatssicherheit der DDR und das Web 2.0, als kritisches Schlagwort unter Datenschützern verbreitet.

//wikipedia

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