Im Nebel wohnen

Foto: Hamburger Park im Nebel
Foto: Hamburger Park im Nebel (cc: by-nc)

Ich markiere. Mein Revier,
wie eure Setter. Interessiert euch nicht.
Die klamme Kälte der Nacht steckt mir in den Knochen,
und wenn ich mich recke, tut es weh.

Der Nebel hängt an den blätterlosen Ästen,
mit ihren kalten Fingern halten sie ihn fest.
Damit ich ihn atmen muss.

Mein Urin dampft.
Dagegen an.
Hab doch noch Wärme abzugeben.
Immerhin.

Manchmal kommt die Polizei,
Meint es ist ihr Revier.
Dann verstecke ich mich.

In den Rhododendron, die ein reicher Toter einst hat pflanzen lassen.
Sein Park ist nun mein Lebensraum.
Nass und klamm in diesen Tagen.