FABIOLA CRUZ MUSS BLEIBEN!
Es wird hier in diesem Blog zur traurigen Routine: Beinahe jedes Jahr müssen engagierte Hamburger_innen um den Verbleib von Hamburger Jugendlichen, Mädchen, Jungen, Frauen und Männern, Eltern und Geschwistern kämpfen, weil dieser Senat, ob CDU oder SPD ist de facto egal, sie als Nicht-Deutsche abschieben will. Samir, Saikou, Kate, Yesim … und viele mehr. Dabei ist es schlimm, dass man immer wieder den Weg über den Härtefall-Ausschuss der Hamburger Bürgerschaft gehen muss, immer wieder die gelungene Integration nachweisen, und es sich trotz E-Mail-Bekenntnissen von Bürgermeister Olaf Scholz nichts an dieser unmenschlichen und obendrein dummen Praxis ändert.
“Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten finden, dass gut integrierte Kinder und Jugendliche eine reale Bleiberechtsperspektive erhalten müssen”, Olaf Scholz ggü diesem Blog
Aktuell von Abschiebung bedroht: Fabiola Cruz, Schülerin der Max-Brauer-Schule und wertvoller Mensch, heranwachsende Hamburgerin. Sie muss bleiben!
“»Fabiola ist eine von uns, die zu etwas anderem gemacht wird«, sagt Ella, 17. Diese Woche haben sie eine Fanseite auf Facebook gestellt. Sie heißt: “Fabiola MUSS bleiben!”. Innerhalb von drei Tagen haben mehr als 1250 Menschen den “Gefällt mir”-Button geklickt. Die Härtefallkommission tagt am 6. Dezember – Nikolaustag.” Quelle: HA vom 10.11.
An: Härtefallkommission in Hamburg
Die Schülerin Fabiola Cruz ist von Abschiebung nach Honduras bedroht. Ausgerechnet am 6.12, am Nikolaustag soll über ihre Abschiebung entschieden werden. Fabiola, ihre Eltern und ihre Geschwister sind seit Jahren engagierte und schulisch erfolgreiche Bürgerinnen Hamburgs, Fabiola bereitet sich derzeit auf der Oberstufe der Max-Brauer-Schule auf ihr Abitur vor.
In Honduras, wohin sie abgeschoben werden sollen, wären sie Fremde, und sie würden der Stadt Hamburg fehlen. Eine Abschiebung von Personen aus einem vertrauten Umfeld, aus einer vertrauten Kultur, aus einer Schullaufbahn, in der sie sich nach Aussagen ihrer LehrerInnen und MitschülerInnen »leistungsfähig und leistungswillig« zeigen und voll in diese Gemeinschaft integriert haben, ist in allen solchen Fällen ein tiefer, nachteiliger Einschnitt in das Leben dieser Personen und ein nicht nachvollziehbarer, menschenunwürdiger Akt. Ich spreche mich als Bürger Hamburgs für den bedingungslosen Verbleib dieser Familie aus und bitte die Kommission der Hamburger Bürgerschaft um das Aussprechen einer unbefristeten Aufenthaltserlaubnis für die Familie Cruz.
Macht Eingaben, damit Fabiola und ihre Famile bleiben können. Oder zeichnet diese Online Petition. Schreibt dem Bürgermeister und euren Abgeordneten. Lasst sie wissen, dass wir es nicht mehr dulden wollen, dass unsere besten Kinder Stadt und ihre Familien vertrieben werden!
Update: Habe die Petition abgeschickt. 13:30
Die Eltern der Max-Brauer-Schule stehen hinter Fabiola und ihrer Familie (Elternbrief als PDF):
Wie Sie vielleicht schon im Abendblatt am Samstag, den 10.11.2012 gelesen haben, gibt es an unserer Schule eine junge Frau, die zusammen mit ihrer Mutter und zwei jüngeren Schwestern akut von Ausweisung bedroht ist. Der Fall liegt jetzt bei der Härtefallkommission der Stadt Hamburg und wird am 6. Dezember 2012 entschieden.
Wir erleben die Familie als sehr gut integriert und Fabiola als gleichberechtigte Schulkameradin und Freundin unserer Kinder. Die Jugendlichen haben schon viele Aktionen gestartet, um mitzuhelfen, damit ihre Mitschülerin bleiben kann. Wir Eltern von Schülerinnen und Schülern aus Fabiolas Klasse sind wie unsere Kinder entsetzt, mit welcher Konsequenz ein geltendes Gesetz widersinnig angewandt wird.
Trotz der schrecklich bedrückenden Lage, in der die Familie seit Jahren leben musste, haben es die Töchter mit Hilfe ihrer Mutter geschafft, gute Schülerinnen zu werden und sich wunderbar in die Gemeinschaft zu integrieren. Davor ziehen wir den Hut! Und gerade solche jungen Menschen werden in Deutschland gebraucht. Fabiola gehört in die Gemeinschaft unserer Kinder und diese wären über alle Maßen von einem Staat enttäuscht, der eine von ihnen aus ihrer Mitte reißt.
Wir hoffen sehr, dass die Härtefallkommission am 6. Dezember 2012 der Familie Cruz ein Bleiberecht gewährt.
Wir bitten Sie deshalb um Ihre Unterschrift zur Unterstützung einer Petition gegen eine Abschiebeentscheidung der Kommission.
Hier können Sie unterschreiben: http://bit.ly/op-fabiola
Am Montag, den 3. Dezember 2012 wird es eine Demonstration geben, die um 15:30 Uhr auf dem Hachmannplatz am Hauptbahnhof beginnen wird. Wir bitten Sie, mit Ihren Kindern dorthin zu gehen oder Ihren Kindern die Teilnahme an dieser Demo zu erlauben. Vielleicht können die Lehrerinnen und Lehrer mit den Klassen gemeinsam an der Demonstration teilnehmen. Bitte setzen Sie sich mit den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern diesbezüglich in Verbindung, unterstützen Sie diese bei der Teilnahme an dieser politischen Willensbekundung.
Außerdem möchten wir mit diesem Brief um Spenden für die Familie bitten. Der rechtliche Weg, der Gang in die Öffentlichkeit, verursacht zusätzliche Kosten, die Frau Cruz nicht aufbringen kann. Wenn sie eine Aufenthaltsgenehmigung bekommt, wird sie zwei Arbeitsverträge bekommen, so dass sie ihre kleine Familie ernähren kann. Sie können sich aber vorstellen, dass das nicht für die Begleichung der Kosten reicht, die in den letzten Monaten angefallen sind.
Jede noch so kleine Spende zur Unterstützung der Familie ist willkommen.
Sie können überweisen auf das Treuhandkonto der Klasse von Fabiola:
Marianne Kerkmann, Konto Nr.: 12 28 131 999, Stichwort: Fabiola
Hamburger Sparkasse, BLZ: 200 505 50







