Hamburg-Altona Ort der Vielfalt Willkür

"Die Organisation und Durchführung von öffentlichkeitswirksamen Aktionstagen, wie z.B. dem Tag der Toleranz am 16. November 2010, rundet unser Engagement als Ort der Vielfalt ab." - "Bürgermeister", Jürgen Warmke-Rose

Vielfalt, das Zusammenwirken von mannigfaltigen Erscheinungsformen in einer Gesellschaft ist ein hehres Ziel. Und unbedingte Voraussetzung für das Entfalten einer Gesellschaft in einer globalisierten Welt. Davon bin ich überzeugt. In meiner Heimat Altona bei Hamburg finde ich viele Beispiele für Vielfalt. In den Schulklassen meiner Tochter, bei Altona 93. Vordergründig dürfte mich die “Auszeichnung” der Bundesregierung für meine Heimatstadt also nicht wundern, sogar stolz dürfte man als bekennender Grundgesetzradikaler ein wenig sein. Allein, sie ist ein Muster ohne Wert.

Ich stelle mir vor, wie die Schirmherren (sic!) dieser Aktion, weiße volksdeutsche Heten dem Bezirksamtsleiter diese Plakette überreichen, und mir wird übel. Nicht wegen dieser Menschen, die mögen in ihrem Tun nichts Schlimmes finden. Sondern wegen der Betäubung, die mich erfasst, wenn ich an die perfide Praxis denke, mit der in Hamburg Menschen rechtsamtlich deportiert werden, die gerade versuchen ihr junges Leben aufzubauen. In einer Stadt, die immer noch völkisch argumentiert, wenn es um Bleiberechte und Perspektiven geht. Selbst bei Menschen, die offensichtlich integriert sind in diese Zivilgesellschaft. Junge Menschen, oft Jugendliche und Kinder. Wie Samir, Saikou, Kate oder Yesim.

Solange Hamburgs Dominanzgesellschaft nicht ernst macht mit der Vielfalt (und das lässt sich gut an den “Urteilen” der Härtefallkommission messen – denn nichts anderes sind sie, Todesurteile manchmal), bleibt eine solche Tafel eine Schande!

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