Becherwerfer sind keine Verbrecher

… bzw erst wenn sie treffen.

Ich ringe den ganzen Tag schon mit den kleinen Teufelchen in mir. Da sind noch welche übrig vom Freitag, die auf der Süd auch der Haupttribüne zugerufen haben und das Becherwerfen als falsches Mittel in Emotionen befand, die sich durchaus richtig anfühlen. Ich kann mich Norberts Argumentation nicht entziehen, die geworfene Pyros auf Schalker Seite (gezielt wohl auf unsere Einwechselspieler) einbezieht, ihr Gefahrenpotentzial viel höher einschätzt und dann versucht, den Medienhype um den Bierbecherwurf einzuordnen.

Ich komme da nicht weiter. Ist so ein Becherwurf Grund zu einem Abbruch, der nicht weiter schlimme Folgen hat, aber gehabt haben könnte, ok, und warum wird dann das Spiel nicht abgebrochen, wenn Feuerwerkskörper auf unsere Spieler geworfen werden, mit derselben Absicht?

Der FCSP bekäme von mir den Auftrag das nun, da das Bierchen im Brunnen liegt mal grds zu klären. Oder klären zu lassen. Denn wenn der DFB den FCSP verurteilt, und nur das Glücken des Wurfes den Unterschied macht, ist das der eigentliche Skandal.

Ich lasse mich nicht haftbar machen für diesen Becherwurf, liebe Presse, lieber FC. Es ist kein Problem der Fanszene und so kann deren Image auch nicht beschädigt werden. Denn es ist eure Haupttribüne und ihr habt bisher doch alle Maßnahmen gegen Becherwürfe konterkariert.

One Reply

  • Natürlich ist es ein Skandal, dass Bierbecherwürfe erst dann zum Eklat führen, wenn sie (zufällig) treffen. Aber dass beim DFB mit zweierlei Maß gemessen und viel geheuchelt wird, ist ja leider nichts Neues. Dass gilt auch für die Presse, die an diesem Bierbecher jetzt die verlorene Unschuld des FCSP ausmachen will.
    Ich weiß aber nicht, ob der FC in diesem Fall gut beraten wäre, jetzt darauf zu verweisen, dass am Freitag die Schalke-Fans mit viel gefährlicheren Gegenständen hantiert hätten. Wahrscheinlich würde das nämlich noch strafverschärfend wirken, weil der DFB St. Pauli dafür dann auch noch die Schuld geben würde…

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